Trotz Zwang zu 2G: Inzidenz von 10.263 unter Geimpften

Party in Münster_ Pandemie der Geimpften

Nach einer 2G-Partynacht in Münster steigt die Zahl der Corona-Infizierten dramatisch an. Politik versucht sich in unsinnigen Erklärungen.

Im nordrhein-westfälischen Münster wird gerade die Corona-Politik der Panik-Politiker um den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach als das überführt, was sie ist: Eine unverantwortliche Panikmache auf der Basis falscher Erkenntnisse.

In Münster wurde Party gefeiert. Der Gastgeber bestand auf 2G – somit werden nicht einmal negativ Getestete hereingelassen. Sicher ist sicher. Dazu legte der Betreiber ein Hygienekonzept vor, das laut Rheinische Post von der Verwaltung im Nachgang als »vorbildlich« beschrieben wird. De staatlich geprüfte Lüftungsanlage übertrifft nach Angaben der Wartungsfirma alle die Anforderungen. Und doch ging etwas schief.

Am Morgen nach der Party herrscht Katerstimmung. Zunächst bei den bisher 39 von 380 Gästen, die sich infizierten. Und dann bei den Politikern, die erklären müssen, was nach ihrer Meinung gar nicht passieren kann: Ein massiver Ausbruch von Corona unter ausnahmslos Geimpften. Eine Inzidenz von 10.263 auf so kleinem Raum.

Anschließend hört man die alte Leier und eine neue dazu.

Die alte: »Da die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW keine Rückverfolgbarkeit von Gästen vorsieht«, heißt es aus der Verwaltung, »gestaltet sich die Suche nach weiteren möglicherweise betroffenen Kontakten schwierig«. Wieder einmal funktioniert die so wichtige Rückverfolgen nicht einmal im Ansatz.

Die neue: Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer erklärt: »Nach bisheriger Erkenntnis hat der Club alle nach der Coronaschutzverordnung NRW nötigen Rahmenbedingungen geschaffen.« Er gesteht also ein, dass diese Verordnung nicht viel taugt. Und dann beruhigt er mit einem Argument, das sich Ungeimpfte merken sollten, denn sie könnten es vor Gericht sehr gut gebrauchen: Heuer gibt zunächst einmal zu, was alle wissen. Dass Geimpfte sich anstecken können. Um dann zu ergänzen: »Klar ist aber auch, dass die Schutzimpfung das Risiko einer schweren Erkrankung extrem reduziert.« – Da würde man gerne wissen, warum Lauterbach, Drosten, Tierarzt Dr. Wieler und Gesundheitsminister Spahn ständig von einer Bedrohung durch Ungeimpfte reden können. Für Geimpfte sind Ungeimpfte eben keine Gefahr.

Was der Krisenstabsleiter vergisst: Die Gäste waren allesamt zwischen 20 und 30 Jahre alt. Davon zu reden, dass ein schwerer Verlauf bei den auf der Party Infizierten »extrem reduziert« sei, ist schlicht Blödsinn, da die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf auch schon zuvor extrem niedrig war.

Kurz gesagt: Die Impfung nutzt ihnen herzlich wenig.

Sven von Storch

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