Grün, türkisch-stämmig, moslemisch

Neuer Oberbürgermeister von Hannover_ Ein Grauer Wolf in grünem Schafspelz_

Am Sonntag wurde in Hannover der Kandidat der Grünen zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Er ist der erste moslemische Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt.

Am Sonntag wurde in Hannover in der Stichwahl der Kandidat der Grünen, Belit Onay, knapp zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Er ist der erste türkisch-stämmige, moslemische Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt.

Das Ergebnis fiel mit 5.000 Stimmen Vorsprung recht knapp aus. Zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte sitzt damit kein Sozialdemokrat auf dem Posten. Die CDU hatte gehofft, die SPD beerben zu können. Die Wähler machten der Partei einen Strich durch die Rechnung.

Die Wahl des neuen Oberbürgermeisters von Hannover ist in gleich mehrfacher Hinsicht richtungsweisend. Die SPD verliert zum einen weiter an Boden. Zum anderen erobern die Grünen die nächste deutsche Großstadt. Sie können also in den nächsten Jahren auch hier mit ihren Laborversuchen beginnen. Doch da schon der sozialdemokratische Vorgänger Unsinn wie den einer gendergeschredderten Sprache in der Verwaltung mitgemacht hat, sollte sich nicht allzu viel ändern.

Doch schon ein Detail bei den Grünen deutet noch etwas ganz anderes an. Im Vorfeld der Wahl hatte die Partei händeringend nach einer Frau als Kandidatin gesucht. Vergeblich. So kam Belit Onay ins Spiel. Er, Mann mit Migrationshintergrund, wurde von der Quotenpartei geduldet. Vielleicht weil er sich für Refugees-Welcome einsetzt.

Allerdings ist er auch Moslem. Das wurde von Staatsmedien und Jubelschreibern verleugnet. Dabei steht Onay deutlich zu seinem Glauben. 2013 forderte er eine sogenannte »Ramadan-Gnade« für moslemische Straftäter. Originalton Onay: »Es gibt viele Häftlinge mit muslimischem Glauben. Für sie wäre es ein wichtiger Beitrag zur Resozialisierung, wenn sie den Ramadan mit ihren Familien verbringen könnten. Das könnte die Rückfallquote senken.« – Der Konjunktiv spricht Bände. Aber Onay ist großzügig: »Zum Ramadan sollte die Begnadigung auch für alle Religionen gelten«, sagte er laut Bild.

Was seit Jahren angekündigt wurde, nimmt jetzt auch in Hannover Gestalt an: Die Islamisierung Westdeutschlands. Ja, Onay bezeichnet sich als »liberalen Moslem«. Aber was heißt das schon bei einem Moslem. Die »Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V.«, die ATIB, eine Organisation, die laut Verfassungsschutz den Grauen Wölfen nahesteht, ist es jedenfalls nicht. Und die hat Onay auch schon einmal ins niedersächsische Parlament eingeladen. Die Rede vom Grauen Wolf im grünen Schafspelz kommt der Sache womöglich recht nahe, eben weil Onay eine Verbindung auf seiner Internetseite bestreitet – nichts anderes sagt ja das Bild vom Wolf im Schafsfell.

Sven von Storch

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