Die Wahlen sind vorbei. Das Ergebnis steht. Linke und AfD sind die großen Gewinner in Thüringen; doch auch die FDP darf sich freuen. Sie hat es mit 5 Stimmen mehr als nötig über die 5-Prozent Hürde geschafft. Oder doch nicht ?
Aus den 5,0005 Prozent für die Freidemokraten am Wahlabend sind beim Nachzählen 5,0001 geworden, denn vier der fünf rettenden Stimmen gehören den Sozialdemokraten. Das reicht dann zwar noch immer für den Einzug in den Erfurter Landdtag. Allerdings ging es bei dieser Stimmenverschiebung womöglich nicht mit rechten Dingen zu, sondern mit liberalen.
Es kursiert, wie Die Welt berichtet, der Verdacht, im Wahlkreis Wahlkreis 32 in Weimar hätte jemand etwas freier gezählt als erlaubt. Beim Nachzählen zeigte sich, dass die SPD 2853 statt 2849 Stimmen erhalten hat und die Freidemokraten entsprechend weniger, nämlich 1658 statt 1662. Wie der Berliner Tagesspiegel meldet, liegt eine Anzeige gegen den FDP-Landesgeneralsekretär Robert-Martin Montag vor. Er soll FDP-nahen Wahlhelfern per Mail empfohlen haben, bei strittigen Wahlzetteln diese den Freidemokraten zuzuordnen.
So oder so - die FDP zöge mit genau einer einzigen Stimme über die 5-Prozent-Hürde in den Erfurter Landtag. Knapper geht es nicht mehr.
Sehr viel deutlicher fällt ein anderen Ergebnis aus bei den Wahlen vom vergangenen Sonntag. Der Blick in die Wahlkreise zeigt: AfD und CDU erreichen fast durchgehend über 50 und mitunter an die 70 Prozent. Die Stimmen der FDP hinzugerechnet, ist Thüringen so rechts-bürgerlich wie Bayern in seinen besten Zeiten.


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