Wohl selten hat ein Kanzlerkandidat ein solches Auf und Ab in den Umfragen hingelegt. Nach 28 Prozent Zustimmung vor wenigen Wochen, liegt Annalena Baerbock nun mit 16 Prozent hinter Armin Laschet, 29, Olaf Scholz, 26, und Weiß nicht, 29 Prozent. Da ist es auch sicher kein Trost, dass kein einziger AfDler sie zur Kanzlerin haben will. Zwar gäben ihr laut Umfrage immer noch 74 von 100 Wählern der Grünen die Stimme in einer fiktiven Direktwahl – nur steht Robert Habeck nicht mit auf der Liste.
Der Absturz färbt auf die Grünen als Gesamtpartei ab. Bei Infratest dimap liegen sie bei nur noch 20 Prozent – 5 Prozent weniger als noch vor einem Monat.
Ob eine erneute und tiefgreifende Änderung des Lebenslaufs der Frau Baerbock jetzt noch hilft, muss man wohl bezweifeln. Schon weil diese neuerliche Änderung, sei es des Namens oder des Geschlechts, sicherlich nicht unbemerkt bliebe.
Eine völlig neue Chance böte dagegen ein möglicher Wechsel von Sahra Wagenknecht zu den Grünen. Da einige Genossen den Ausschluss dieser Thilo Sarrazin der Linken beantragt haben, müsste man sie nur noch überreden, durch Austritt einem Ausschlussverfahren zuvorzukommen.
Wenn dann noch Frau Merkel dafür sorgt, dass die Bundestagswahl nach einer, sagen wir mal, ›Bundestagsnotbremse‹ verschoben wird, bliebe Zeit für eine völlige Neuaufstellung der Grünen mit einer Kandidatin, die auch unter den Wählern der AfD recht beliebt ist.
Zuletzt könnte Robert Habeck weiter in Schweine machen und Baerbock ihre Doktorarbeit neu beginnen und dann beenden. Aber nicht schummeln, Frau Baerbock! Sie wissen ja jetzt, wie das endet.


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