Schon wieder weitere Corona-Maßnahmen:

Merkels Virologe Drosten fordert Cluster-Kontakttagebuch

Die Zahl der Corona-Maßnahmen steigt in Deutschland exponentiell. Diesmal ist wieder der Virologe Drosten am Zug.

Gerade wird in Deutschland heiß über die neuen und völlig unklaren Beherbungsverbote diskutiert, da bringt der Virologe Christian Drosten weitere Corona-Maßnahmen ins Gespräch.

Seinen neuesten Vorschlag unterbreitete der Virologe im Zusammenhang mit seiner Einschätzung neuer Strategien im Kampf gegen das Virus. Er sprach sich deutlich gegen die Idee aus, sich auf den Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen zu konzentrieren, während die Mehrheit – Drosten sprach laut ndr vom Rest der Gesellschaft – zum Alltag zurückkehrt.

Als Grund nannte der Charité-Wissenschaftler, dass es ohnehin nicht gelänge, die Älteren komplett abzuschirmen. Zum anderen gebe es auch in den jüngeren Altersgruppen nicht so wenige Risikopatienten. Wieviele verriet Drosten nicht.

Ließe man das Virus in den jüngeren Altersgruppen »durchlaufen«, wären auch ganz andere Altersgruppen betroffen. »Da würden eben junge Familien auch den Familienvater verlieren oder auch die Mutter.« Das sei »eine ganz andere Konsequenz«, betonte der Virologe ohne Beispiele oder belastbare Zahlen zu nennen.

Drosten reagiert mit seinen Einlassungen auf den offenen Brief dreier amerikanischer und britischer Wissenschafter, die sich gegen bevölkerungsweite Maßnahmen ausgesprochen und damit auch die gängige Propaganda, die Maßnahmen würden von unwissenschaflichen Corona-Leugnern kritisiert, der Lüge überführt hatten.

Des weiteren plädierte Drosten dafür »allgemeingültige Maßgaben zu formulieren«. Das Virus würde sich immer weiter verbreiten und daher hätten im Laufe der Zeit lokale Maßnahmen »immer weniger Durchgriff« – eine seltsame Begründung, wenn man bedenkt, wie unterschiedlich das Infektionsgeschehen auf dem Land und in der Stadt ist.

Zuletzt empfahl Drosten jedem Bürger, ein sogenanntes »Cluster-Kontakttagebuch« zu führen. Man solle sich fragen: »Wo war ich heute, wo es mir eigentlich nicht ganz geheuer war?« Dabei geht es um Treffen mit einer Gruppe in einem geschlossenen Raum, ohne ausreichend Abstand, zum Beispiel im Restaurant oder im Beruf. Wie die Daten schließlich ausgewertet werden könnten, erklärte der Virologe nicht. Schon jetzt gelingt es den Behörden kaum, die gesammelten Kontaktdaten im Falle einer Infektion zu nutzen.

Was Drosten offenbar völlig übersieht: Sowohl der exponentielle Anstieg der Maßnahmen als auch der exponentielle Anstieg der Datenmenge führt zu neuen Problemen. Aber er ist ja auch nur Virologe.

Sven von Storch

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