Über 50 Tote und 20 Jahre Geldverschwendung reichen offenbar nicht

Merkel_ Wir werden weiter Geld ins Afghanistan der Taliban schicken

Obwohl Islamisten in Kabul an der Macht sind, will die EU weiter Geld nach Afghanistan schicken. Insgesamt etwa eine Milliarde Euro.

Es ist nur wenige Woche her, da hingen die demütigenden Bilder durch die Medien von deutschen Soldaten, die ihren Stützpunkt in Afghanistan verlassen und am Flughafen von Kabul auf amerikanische Hilfe angewiesen sind. Zeitgleich dringen die Taliban in jeden Ort des Landes ein, ohne dass auch nur Schuss fallen würde von Seiten der Ortskräfte. Die Taliban sind wieder Herr am Hindukusch als wäre nichts geschehen. Und ihre Herrschaft ist so islamistisch wie eh und je.

Statt den Afghanen nun eine Rechnung zu schicken, fordert Kanzlerin Angela Merkel weitere Hilfsgelder für das Land, das bereit seit 20 Jahren von europäischen und amerikanischen Hilfsgeldern lebt. »Wir alle haben nichts davon«, verbreitet die 67-Jährige im Jargon der Hilfsindustrie, »wenn in Afghanistan das gesamte Finanzsystem zusammenbricht.« Sie pocht darauf, dass der Internationale Währungsfonds und die Weltbank an die Taliban zahlen. Allein Deutschland legt 600.000 Millionen Euro auf den Tisch. Insgesamt verspricht die EU eine ganze Milliarde.

Auch für weitere Migranten will die Kanzlerin sorgen. Man wolle mit den Taliban sprechen, damit sie ausreisen lassen, wer ausreisen will. Vielleicht war ihre Kritik an den Islamisten deshalb so zaghaft. Dass sie keine inklusive Regierung gebildet hätten, war ihr Problem.

Also wird weiter gemacht wie gehabt. Haben wir denn nichts aber auch gar nichts gelernt ? Sicher, es ist richtig: »Wir alle haben nichts davon, wenn in Afghanistan das gesamte Finanzsystem zusammenbricht.« Allerdings haben wir auch nichts davon, wenn es nicht zusammenbricht, weil wir es unterstützen. Davon profitieren allein die neuen Machthaber in Kabul. Sie werden den sehr unwahrscheinlichen Erfolg der Maßnahmen als ihren Erfolg verkaufen. So unterstützt man Terroristen.

Wenn nun auch noch argumentiert wird, nur so sei der Terrorismus effektiv zu bekämpfen – durch die Unterstützung von Terroristen mit einer Milliarde Euro –, dann zeigen EU und Kanzlerin wie tief sie sich in eine verlorene Sache verrannt haben müssen. Sie lernen nicht dazu, denn Geld ist ja wohl noch genug da. Sie wollen den Afghanen weiterhin helfen, obgleich die mit ihrem Verhalten jedem deutlich gemacht haben müssten, dass sie an einer Verbesserung ihrer Lage nicht interessiert sind.

Am Ende wird das Geld für ein Projekt verschwendet, das in den vergangenen Jahren immer mehr zum Projekt von Frau Merkel wurde. An Afghanistan konnte sie ihren im schlechtesten Sinne sentimentalen Hang zu Migranten und Flüchtlingen, Verarmten und archaischen Subkulturen austoben – auf Kosten des Steuerzahlers, versteht sich. Und auf Kosten des Lebens von 57 deutschen Soldaten.

Sven von Storch

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