Trotz Wirkungslosigkeit:

Merkel-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert

Trotz weiter steigender Infektionen haben Bund und Länder unter der Knute von Kanzlerin Merkel den Lockdown verlängert.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt trotz des Merkel-Lockdowns immer weiter. Obwohl damit klar ist, dass die geschlossenen Cafes und Restaurants nicht der Grund für weitere Ausbreitung des Corona-Virus sind, haben Kanzlerin Merkel und die Länderchefs beschlossen, den Anfang November verhängten Lockdown zu verlängern und wahrscheinlich zu verschärfen.

Bis zum 10. Januar bleiben Restaurants, Museen, Theater und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Treffen sind nur im engsten Familienkreis und auch nur zwischen Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt.

Merkel begründete die beschlossenen Maßnahmen mit der aktuellen Situation. Deutschland sei von den Zielwerten »sehr weit entfernt«, sagte sie. Dieses Ziel sei eine Inzidenz von »unter 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu bekommen«.

Bayerns Regierungschef Markus Söder, CSU, beließ es nicht bei den Ankündigungen seiner Herrin. Er betonte, die Lage sei »mitnichten entspannt«. Er drohte weitere Verschärfungen an und fügte erläuternd hinzu: Lieber kürzer konsequenter als länger halbkonsequent. Was davon mehr kostet und wer die Rechnung begleicht, sagte Söder nicht.

Dann wurde der Bayerische Ministerpräsident noch nebulöser. »Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können«, sagte er, »oder ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen.«

Für den 4. Januar sind weitere Beratungen von Kanzlerin Merkel mit den Länderchefs vorgesehen. Was dort beschlossen wird, kann man sich denken.

Sven von Storch

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