Es klingt wie ein Witz: Kanzlerin Angela Merkel, die immer wieder betont hat, dass Grenzschließungen nationalistische Maßnahmen sind, droht nun den Nachbarländern, an den Grenzen nach Deutschland Kontrollen einzuführen.
Der Hintergrund: Der Merkel-Lockdown ist dabei, völlig zu scheitern. Seit Wochen gehen weder die Zahlen der Neuinfizierten noch die der Toten merklich zurück. Dagegen steigen die ökonomischen Kosten für die Wirtschaft ins astronomische und die psychischen Schäden weggesperrten Jugendlichen und Kindern sind kaum mehr zu bemessen.
Auf der Suche nach Schuldigen und Sündenböcken für das eigene Scheitern, ist das Kanzleramt nun auf die Nachbarn Deutschlands gestoßen. Eine Tendenz, die sich in den vergangenen Tagen schon in Bayern und Sachsen abzeichnete. Die Ministerpräsidenten Söder und Kretschmer haben immer wieder die Namen Tschechien und Prag fallen lassen. Dort läge die Schuld.
Jetzt ist Angela Merkel auf den gleichen Kurs eingeschwenkt. Wie die Welt berichtet, fordert sie von den Nachbarländern die gleichen Maßnahmen einzuführen, wie sie in Deutschland eingeführt wurden – eine Forderung, wie sie von einer deutschen Regierung vermutlich seit über 70 Jahren nicht mehr erhoben wurde.
Sollte diese sich weigern, droht sie mit härteren Maßnahmen. Merkel: »Wenn Länder ganz andere Wege gehen sollten, was ich im Augenblick nicht sehe, aber das kann auch sein, dann muss man auch bis zum Äußersten bereit sein und sagen: Dann müssen wir auch wieder Grenzkontrollen einführen«. Das sind deutliche Worte. Was Merkel machen will, wenn die Nachbarländer sich um ihre Drohung nicht scheren, kann man nur vermuten.


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