Nach jedem Wahl-Fiasko der nicht-konservativen Minderheit dieselbe Geschichte

MDR-Journalist wird abgestraft_ Er sprach von konservativer Mehrheit in Sachsen-Anhalt

Auch bei der Wahl in Sachsen-Anhalt wiederholt sich die Drangsalierung von unbotmäßigen Journalisten durch die GEZ-Sender.

Egal wo in Ostdeutschland gewählt wird: Immer wird anschließend irgendwo ein Journalist abgestraft, wenn er sich dem Konsens des Staates und des Mainstreams verweigert. Erst nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September 2019 hatte es die MDR-Moderatorin Wiebke Binder gewagt, in einem Interview mit dem sächsischen CDU-Politiker und heutigen Ostbeauftragten Marco Wanderwitz zu festzustellen: »Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre ja theoretisch mit der AfD möglich.« Anschließend wurde sie medial gelyncht.

Diesmal ist es der ZDF-Journalist Andreas Weise. In einem Interview mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Oliver Kirchner, wagte er tatsächlich von der AfD als Teil der »konservativen Mehrheit« in Sachsen-Anhalt zu sprechen. Das war kurz nach der ersten Hochrechnung, die die AfD bei 22,5 Prozent sah.

Zunächst hatte der Mann vom ZDF Kirchner gefragte, ob er enttäuscht sei, dass seine Partei die Wahl nicht gewonnen habe. »Nein«, antwortete Kirchner, »ich bin nicht enttäuscht, ich habe ja schon immer in den Fokus gestellt, dass das Land konservativ wählen soll und auch will. Und das hat es getan.«

Der für die Zensoren offenbar unerträgliche Satz fiel anschließend, als Andreas Weise feststellte: »Es gibt eine konservative Mehrheit in Sachsen-Anhalt.«

Angeblich hat das Netz sofort getobt. »Andreas Weise glaubt der AfD!"« – »Ganz toll habt ihr euch durch Herrn Weise bei AfD angedient«. Und der Mainstream gibt den Volkszorn anschließend wortwörtlich weiter.

Ein Blick auf das Wahlergebnis macht sehr deutlich, dass der Journalist etwas gemacht hat, was ZDF-Journalisten heutzutage in aller Regel unterlassen: Die Fakten beschreiben. CDU und AfD haben zusammen 58 Prozent der Zweitstimmen eingesammelt und alle Direktmandate gewonnen. Somit ist sicher: Die Genossen aus SPD, Grünen und Es-PDS haben turmhoch verloren. Nun kann man sicherlich Zweifel haben, ob die Christdemokraten es noch verdienen, konservativ genannt zu werden. Doch dass die AfD konservativ ist, steht wohl fest. So nennt man jene, die bewahren wollen, was wertvoll ist.

Aber so ist das heutzutage: Wer sagt, wie es ist, wird medial möglichst umgehend erledigt. Er muss Abbitte leisten. Oder er fliegt.

Diese Art der Reaktion auf Journalisten kennen viele Ostdeutsche noch aus früheren Tagen. Tagen, als die Medien einen staatlichen Auftrag erfüllten. Tagen, als die Regierung das Volk noch erzog und bestrafte, wenn es nicht spurte. Tagen, wie sie der Ostbeauftragte von Angela Merkel offenbar schätzt.

Sven von Storch

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