"Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld." - Das Zitat eines Nazis? - Nein. Das Zitat stammt von Karl Marx. Dem Heiligen von Sozialdemokraten, Kommunisten und Linksfaschisten, dem Urvater von Lenin, Stalin, Mao und Pol Pot.
Über die Juden sagt Marx: sie seien "ein allgemeines gegenwärtiges antisociales Element". Kein Wunder, dass Stalin sie zeitweise ausrotten woillte. Antisoziale Elemente darf es im Sozialismus nicht geben. Und über die Waren, die im Sozialismus nur als Mangel erscheinen, heißt es im Kapital: "sie sind in Wahrheit innerlich beschnittene Juden" und "zudem wundertätige Mittel, um aus Geld mehr Geld zu machen". Es gibt wohl kaum eine Sterotype über Juden, die Marx nicht bedient hat.
Gestört hat das kaum einen Sozialisten oder Kommunisten. Viele sind ihrem Vordenker sogar treu ergeben geblieben, sind ihm in seinen antisemitischen Fußstapfen gefolgt. Und das nicht nur bis gestern. Heute gehört es unter Linken zum guten Ton, sich abfällig und mit antisemischen Narrativen über Israel zu echauffieren. Selbst den Wunsch nach einer neuerlichen Endlösung wird symbolisch zum Ausdruck gebracht, indem Israel von der Weltkarte ausgelöscht wird.
Indes war Marx nicht nur Antisemit. Er war auch ein strammer Rassist. Ferdinand Lassalle, einen der Urväter der Sozialdemokraten, einen "jüdischen Nigger". "Es ist mir jetzt völlig klar", schreibt der Namensvetter des Marxismus, "dass er", Lassalle, "wie auch seiner Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen." Und für die Fortsetzung dürfte dem Chefökonomen der größten Hungersnöte der Weltgeschichte heute wohl eine Anzeige wegen Volksverhetzung sicher sein: "Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft."
In einem Staat, der Straßen nach solchen Rassisten und Antisemiten benennt, ist etwas faul. Doch wirklich oberfaul wird es, wenn Antirassisten sich auf eben jenen Karl Marx berufen.


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