Als erste Aktion nach ihrer Nominierung zur Antidiskriminierungsbeauftragten der Ampel-Regierung löschte Ferda Ataman 12.000 Tweets von ihrem Twitter-Konto. Dann trafen Gratulationen von diversen Figuren und Verbänden der Diversity-Lobb ein. Bei jemandem, der Deutsche ohne Migrationshintergrund regelmäßig als »Kartoffeln« bezeichnet, kann jeder sich denken, welche Tweets da schnell in den Papierkorb wandern mussten.
Es hagelte daher zugleich auch Kritik, nachdem die Nominierung Atamans die Runde durch die Medien machte. Dabei ist sie, die 1979 als Tochter türkisch-stämmiger Eltern geborene, genau die Richtige für die Stelle. Denn sie versteht sich wie kaum eine zweite aus dem öffentlichen Raum aufs Diskriminieren.
So sagte sie laut Tagesspiegel in einem Interview in der entgenderten Fassung: »Dabei sind die Migranten längst Teil dieser Aufnahmegesellschaft. Es ist schräg, dass wir zur deutschen Leitkultur nur Weißwürste und Bier zählen und nicht so was wie Döner. Nirgendwo wird so viel davon gegessen wie in Deutschland.« Was Ataman vergisst: In Deutschland werden Sushi und Pasta, Pizza und, nicht zu vergessen, Berge von Hamburgern verputzt.
Aber Ataman verbindet Migration nach Deutschland zuerst mit türkischem und arabischem Fastfood. Da hört man dann wirklich auf zu fragen, wo sie herkommt. Man weiß es. Und die indirekte Sympathie für die direkten Sympathien von Mesut Özil für den türkischen Despoten Erdoğan werden verständlich.
Als offenbar tief in der türkischen Kultur Verwurzelte, wird sie der Innenministerin Nancy Faeser, SPD, hilfreich zur Seite stehen, wenn diese sich das nächste mal mit Schülern ablichten lässt, die türkisch-faschistische und islamistische Symbole im Hintergrund zeigen. Ataman kennt sich mit diesen Gruppen sicherlich aus und mit ein paar weiteren Kenntnissen in Photoshop erstehen blühend weiße Westen. Mit wenigen Handgriffen ist jede Anspielung an Diskriminierung von Deutschen durch Migranten verschwunden.
Schwierig dürfte allenfalls der grassierende Antisemitismus im türkisch-arabischen Milieu für Ataman werden. Dass sie diesen benennt und bekämpfen lässt, darf man mit Fug und Recht bezweifeln.
Aber wir werden sehen. Und wollen hoffen, dass es in ein paar Monaten nicht heißt, die Ampel habe – nun in der gegenderten und damit wie gewohnt klanglich holprigen Fassung – die Ziege zur Gärtnerin gemacht.


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