Während andere noch zögern, prescht der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, einmal mehr vor. Er will den Ungeimpften das Leben so schwer wie möglich machen, damit sie sich mit dem Stoff, aus dem Lauterbachs Impfungen sind, impfizieren. Neuestes Druckmittel: Beim Besuch eines Restaurants sollen Ungeimpfte einen PCR-Test vorlegen müssen.
Der Grund, den Lauterbach vorlegt, ist bemerkenswert: Die »Antigen-Schnelltests liefern in 40 Prozent der positiven Fälle ein falsch-negatives Ergebnis«, so der Experte vom Dienst wörtlich laut Welt gegenüber der Rheinischen Post. Es sei daher angesichts schwererer Krankheitsverläufe durch die Delta-Variante verantwortungslos, Ungeimpfte, die mit einem Schnelltest getestet werden, mit Geimpften und Genesenen in, wie er sie nennt, »Hochrisikobereichen« wie Clubs oder Restaurants gleichzustellen.
Natürlich interessiert es Lauterbach nicht eine Sekunde, warum der Anteil falscher negativer Ergebnisse so hoch ist, zumal ihn die falschen negativen Ergebnisse, also die Kranken, die der Test nicht entdeckt, ohnehin noch nie interessierten; was bemerkenwert ist, da sie bereits seit 16 Monaten die eigentlich gefährlichen Fälle sind. Dabei ist der Grund recht einfach: Die Virenlast bei den Positiven, die beim Test nicht erkannt werden, ist extrem niedrig, wie die Welt berichtet. Mit anderen Worten: Sie stecken sehr wahrscheinlich ohnehin niemanden an.
Überdies sagt der Anteil der falschen negativen Ergebnisse nichts darüber aus, wie viele Personen überhaupt krank sind. 40 Prozent können 4 von 10 aber auch 400 von 1.000 sein. Unterschiede, die der Gesundheitsfachmann Lauterbach ebenfalls ignoriert. Die Frage ist allerdings: Macht der Gesundheitsfachmann der SPD das absichtlich oder hat er schlicht keine Ahnung? – Seine Wortwahl legt letzteres nahe.
Denn wo Lauterbach von falschen negativen Ergebnissen hätte reden müssen, redet er von »40 Prozent der positiven Fälle«, die »ein falsch-negatives Ergebnis« liefern. Falsche negative Ergebnisse bei Kranken sind nämlich nicht das gleiche wie die falsch-Negativen bei einem Test, der an Gesunden und Kranken durchgeführt wurde. Während der Anteil falscher negativer Ergebnisse nur die Qualität des Tests misst, gibt der Anteil falsch-Negativer an, wie gut der Test und ist und zusätzlich, wie häufig die Krankheit ist – was, wir wir sahen, Lauterbach nicht interessiert. Ein Laie muss das nicht wissen, aber einer, der sich Gesundheitsfachmann nennt und sich vorstellen kann, Gesundheitsminister zu werden, schon.
So oder so, will Lauterbach nur eines: Die Bürger zum Kauf der teuer eingekauften PCR-Tests zu zwingen – oder den Staat zum Kauf einer Impfung mit den Geldern, die er dem Bürger per Steuer abgeknöpft hat. Für Lauterbach bleibt das eine Win-Win Situation.


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