Bund und Länder haben sich am Sonntag auf einen harten Merkel-Lockdown ab Mittwoch geeinigt. Diskussionen gab es diesmal wohl kaum. Für Kanzlerin Merkel wurde es also keine Zitterpartie – sie setzte sich durch.
Alle Teilnehmer der Sitzung betonten, die drastischen Einschränkungen für die Bürger würden bis zum 9. Januar gelten. Einen Tag später, am 10. Januar wird dann wieder geöffnet. Vorausgesetzt!
Vorausgesetzt die Infektionszahlen gehen zurück.
Und was, wenn die Zahlen weiter steigen wie bisher ? Was, wenn der verschärfte Merkel-Lockdown soviel nutzt, wie der Wellenbrecher-Lockdown des SPD-Virologen Karl Lauterbach, nämlich nichts?
Das wird, wie schon in den vergangenen Wochen, nicht einmal gefragt.
Dabei ist das die entscheidende Frage: Was wird nach dem 9. Januar passieren, wenn der Merkel-Lockdown nichts nutzt ? – Denn wer ernsthaft glaubt, bis zum 9. Januar würde die Infektionszahl merklich gesenkt, wird wohl auch an den Weihnachtsmann glauben.
Nichts spricht dafür!
Es wird wahrscheinlich noch kälter werden. Die Zahl der mit Grippe infizierten wird noch weiter steigen. Die von den Wochen des Lockdown noch weiter Geschwächten werden noch schneller sterben. Und das alles treibt die Zahl der Positiv-Tests und die Zahl der Toten nochmal in die Höhe.
Eine andere Strategie in der Pandemie ist zugleich nicht in Sicht. Offenbar wird darüber auch nicht nachgedacht. Stattdessen wird End-Lockdown gestammelt. Und in monatlichen Abständen wieder und wieder verhängt. Bis er seinen Namen verdient.


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