In einem facebook-Posting hat ein Politiker der Ex-SED bzw. der Partei Die Linken seine Freude zum Ausdruck gebracht, dass die Talibanden Krieg in Afghnistan gewonnen haben. Wört schreibt Bijan Tavassoli: "Ich gratuliere dem afghanischen Volk zu ihrem Sieg über die ausländischen Besatzer“ vor allem „zu jedem einzelnen der 37 von Ihnen eliminierten Bundeswehrsoldaten".
Die Situation der Frauen interessiert den Linken-Poilitiker herzlich wenig. Statt dessen heißt es: "Das afghanische Volk hat seine Freiheit und Souveränität zurück und kann sich in stabilen Verhältnissen nun endlich an den Aufbau der Wirtschaft zu machen". Eine durchaus marxistische Stellungnahme. Bekanntermaßer zählen für Marxisten Menschenrechte nicht. Sie leben vom Brot allein, auch wenn es in praktischen allen marxistischen Staat davon meist zu wenig gibt oder nur wenig mehr.
Auch mit den Kollaborateuren hat der Linken-Politiker wenig Mitleid. Die Todesstrafe sei nachvollziehbar, allerdings bittet Tavassoli die Taliban, mit ihnen "großmütig" umzugehen. "Diese Leute öffentlich hinzurichten", mahnt er die Taliban, "wäre für die öffentliche Anerkennung der neuen Regierung nur schädlich und könnte Sanktionen zur Folge haben". Das Leben der potentiellen Opfer ist ihm offensichtlich egal. Nach seiner Einschätzung geht es den Taliban um den "nachhaltigen Aufbau pluraler Strukturen". Deshalb sei es ein "Tag der Freude", nicht der Trauer.
Bijan Tavassoli ist nicht nur Mitglied der Linken, sondern zudem Exiliraner.
Der Post wurde mittlerweile gelöscht. Die Linke gibt sich bemüht distanziert. Allerdings ist der Text im Internet nachlesbar.
Einmal mehr beweist die Linke mit ihrem Mitglied, dass sie mit dem Kriegsrecht nicht vertraut ist und ihre eigenen, marxistischen Rechtsvorstellungen vorzieht. Denn was Bijan Tavassoli und alle, die seine Haltung im Prinzip unterstützen, von denen es im Internet etliche gibt, vergessen: Die Taliban stellten zu keinem Zeitpunkt eine reguläre Armee. Ihre Kämpfer waren weder gekennzeichnet, noch sonstwie als Kämopfer erkenntlich. Wenn überhaupt, dann hatten die Alliierten das Recht, Taliban-Kämpfer nach einer Verhandlung hinzurichten.
Das gleiche gilt für jene, die Bijan Tavassoli als Kollaborateure bezeichnet. Sie waren Angestellte des Staates. Sie jetzt hinzurichten, ist nichts weiter als Willkürjustiz, wie sie aus marxistischen Ländern bekannt ist und in dem Massenmorden endet, das Linke für richtig oder zumindest notwendig halten. Mit dem akzeptierten Völkerrecht hat diese Haltung nichts zu tun. Es ist das Rechtsverständnis der Linken.
Die Freude über den Tod der Bundeswehrsoldaten ist nun tatsächlich ein Fall von Landesverrat. Es wäre also angebracht, den Exiliraner in seine Heimat zu schicken. Dort kann er die plurale islamistische Gesellschaft hautnah erfahren. Oder er geht gleich nach Kabul. Doch Iran oder Afghanistan: Mit Marxisten macht man dort kurzen Prozess. Und deshalb ist Herr Tavassoliin Deutschland.


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