SPD-Experte lässt die Katze aus dem Sack

Lauterbach_ Wir benötigen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten!

In einem Beitrag für ›Die Welt‹ schildert der Erfinder des Wellenbrecher-Lockdowns seine Vision für das Deutschland der Zukunft. – Ein Kommentar

Immer wieder hört man, Politiker sagten nicht die Wahrheit. Das trifft zumindest in diesem Fall auf diesen Politiker nicht zu. Karl Lauterbach, SPD, plappert in einem Moment der Ehrlichkeit aus, was viele fürchten: Die Maßnahmen in der Corona-Pandemie waren erst ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.

Der Meinungsbeitrag für ›Die Welt‹ beginnt ganz harmlos mit den üblichen Plattitüden des in den vergangenen Monaten zum Star der Mainstreammedien aufgestiegenen Politikers über das Corona-Virus und die Pandemie.

Er glaube, »dass die Bevölkerung diese Herausforderung nach wie vor unterschätzt.« Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, sei es »aber notwendig, dass wir in dem jetzt begonnenen Lockdown so lange bleiben, bis wir die Neuinzidenz in ganz Deutschland deutlich unter 50 pro 100.000 Einwohner pro Woche senken können.« Besser sind natürlich 25. – Und noch besser wahrscheinlich 13.

Dann dreht Lauterbach die Schlagrichtung seiner Ausführungen. Er sieht die Gefahr, »zu früh aus dem Lockdown herauszugehen«. Denkbar wäre auch, »eine Stimmung entsteht, in der die mittleren Altersgruppen und die noch nicht geimpften Bevölkerungsgruppen nicht mehr bereit sind, die Pandemie-Einschränkungen mitzutragen.« Anschließend sind »insbesondere die bis dahin noch nicht geimpfte Gruppe mit Risikofaktoren und die mittlere Altersgruppe besonders gefährdet.«

Jeder denkt: Ein typischer Lauterbach. Panikmache bis zum Abwinken und dann nach dem Wellenbrecher rufen. Bis der Gesundheitsexperte der Sozialdemokraten mit einer Zwischenüberschrift das Thema wechselt: »Impfung gegen CO2 wird es niemals geben«.

Wer jetzt denkt, auch diese Überschrift sei in ihrer Mischung aus Dämlichkeit und zwanghafter Originalität ein typischer Lauterbach, liegt falsch. Denn der Themenwechsel hat System; der SPD-Virenexperte will weg von Corona und hin zum Klimawandel: »Im Herbst kommen wir in den Bundestagswahlkampf. Ich hoffe, dass der Klimawandel in allen Wahlprogrammen der demokratischen Parteien eine dominierende Rolle spielen wird.«

Kurz badet Lauterbach noch im eigenen selbstmitleidigen Jammerton: »Mich persönlich haben die Erfahrungen mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie bisher leider extrem pessimistisch gestimmt, ob es uns gelingen wird, den Klimawandel rechtzeitig erfolgreich zu bewältigen.«

Dann wird er, Lauterbach, bedrohlich!

Lauterbach fordert in unverfrorener Offenheit: »Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind.«

Dieser offene Aufruf, die Grundrechte auf persönliche Freiheit zu beschränken, sucht in seiner Verfassungswidrigkeit seinesgleichen. Spötter könnten natürlich Lauterbachs Ehrlichkeit loben; allerdings müssten sie dann auch darauf verweisen, dass diese Art diktatorische Ehrlichkeit in Deutschland eine üble Vergangenheit hat.

Hoffen wir, dass sich die Bürger der Ausbreitung des diktatorischen Virus entgegenstellen und Lauterbach ausnahmsweise einmal recht behält, wenn er verzweifelt schließt: »Ob das erreichbar ist, wage ich zunehmend zu bezweifeln.«

Sven von Storch

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