Die Idee ist ja nicht schlecht. Allerdings ist sie auch nicht ganz neu. Die Krankenhäuser in Deutschland sollen Daten schneller an die zuständigen Behörden schicken, etwa die aktuelle Bettenbelegung. Die Gesundheitsämter sollen Infektions- und Durchimpfungsraten ermitteln und ebenfalls an die zuständigen Stellen versenden.
Das jedenfalls fordert der Bundesgesundheitsminister – nach weit über zwei Jahren Corona-Maßnahmen. Und das, obwohl von Beginn der Pandemie an immer wieder die völlig wirre Datenlage kritisiert worden ist. Ämter hatten ihre Daten zu spät abgeschickt. Oder sie lieferten nicht die Daten, die vom Robert-Koch-Institut gefordert wurden und am Wochenende erst gar nichts. Aber vielleicht braucht das Virus ja einen Ruhetag in der Woche.
Auch das Abwasser soll nach Viren untersucht werden. »Daraus lassen sich«, so der ›Angstminister‹, »Rückschlüsse aufs Infektionsgeschehen ziehen«. Seltsam, genau das wurde von der Regierung immer wieder vehement bestritten.
Und – last but not least – soll es in allen Pflegeheimen in Zukunft Medikamenten-Beauftragten geben und, na was wohl? – einen Impfbeauftragten. Wahrscheinlich ein Mitglied des örtlichen SPD-Verbands.
All das nennt Lauterbach einen »Pandemie-Radar«. – – Pandemie-Radar? Warum nicht Corona- oder Covid-19-Radar?
Weil Karl Lauterbach gar nicht mehr an Corona oder die verschiedenen Varianten denkt, sondern an die Zukunft. Mit völlig neuen, noch tödlicheren Viren und einer richtigen Pandemie.
Bis es so weit ist, erfindet der SPD-Minister erstmal weitere Worte. So wie »Wellenbrecherlockdown« oder eben »Pandemie-Radar«.


Add new comment