Es gibt sie also doch, die Männer kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Nachdem die SPD es mit einem für Parteien wie die FDP unerwartet guten Ergebnis von 25,7 Prozent erneut in den Bundestag einzieht – es gab Wahlen, da hatten die Genossen 40 oder auch fast 46 Prozent –, war die Freude groß.
Also wurde das dritt-schlechteste Wahlergebnis von den 152 Gewählten ordentlich gefeiert. Und es gab ein Gruppenfoto mit lauter lachenden Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen. Sie stehen Seit' an Seit'. Kein Abstand. Keine Masken.
Nur einer schert aus der Reihe der drängelnden Abgeordneten aus: Karl Lauterbach. Er behält seine Maske auf. Und da, wie wir dank seiner wissenschaftlich fundierten Beiträge wissen, die Maske nur die anderen vor dem Träger der Maske schützt, aber nicht umgekehrt den Träger der Maske vor den anderen, müssen wir befürchten, dass der SPD-Gesundheitsexperte befürchtet, doch Corona zu haben. Oder ist die Impfung ansteckend ?
Wir wissen es nicht. Wir wissen nur: Die Corona-Heulboje bleibt sich treu. Wie auch nicht. Jetzt wo das Gesundheitsministerium winkt und sich ein Jahr Panikmache politisch bezahlt gemacht hat. Da muss er konsequent bleiben und Maske tragen, auch wenn sonst keiner es tut.
Wie der Macher und Krisenbewältiger Helmut Schmidt diese Art hysterischer Über-Vorsicht reagiert haben würde, kann man sich denken; von Herbert Wehner erst gar nicht zu reden. Dem wäre vielleicht ein weiteres Mal ein: »Nur so kann man Ungeziefer abwehren, Herr Präsident!« rausgerutscht. Allerdings hatte Wehner keine Corona-Viren vor Augen, sondern einen Abgeordneten der Union. Undenkbar in Zeiten verkommener politischer Korrektheit.


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