Armin Laschet will nicht nur Kanzler werden - er will auch werden sie seine Ziehmutter und Unterstützerin Angela Merkel. In einer Erklärung sagte der NRW-Ministerpräsident: "Ich werde als Bundeskanzler eine Garantie abgeben, dass jeder, der sich auf diesen Namenslisten befindet, der sich für Deutschland engagiert hat, in Deutschland Aufnahme findet." Welche Listen Laschet genau meint, sagte er nicht. Es war allerdings von registrierten Ortskräfte und Vertreter der Zivilgesellschaft die Rede - womit üblicherweise das ideologisch geschulte Personal von Einrichtungen der NGOs und der Hilfsindustrie gemeint ist.
Wie Laschet allerdings dafür Sorge tragen will, dass die entsprechenden Personen ausreisen können, sagte er nicht, sondern sprach nur davon, dass auf die Taliban Druck augeübt werden müsse. Eine reichlich vermessene Ankündigung, nachdem die Taliban erst vor wenigen Tagen Kabul erobert haben. Deutschland müsse sich auf die Aufnahme der Personen vorbereiten. "Wir müssen alle, die auf uns gesetzt haben, herausholen." Kämpferische Worte für einen, der zunächst Urlaub vom Wahlkampf macht. Ergänzend fügte Laschet hinzu, NRW sei bereit, 1000 Frauen aus Afghanistan aufzunehmen.
Auch zu Hilfszahlungen an das von den Taliban beherrschte Land ist er wohl bereit. "Bestimmte Bedingungen müssen erfüllt sein", schrännkte der Unions-Kanzlerkandidat ein, "damit die internationale Gemeinschaft weiter in Afghanistan hilft und präsent ist". Man könnte meinen, Laschet weiß nicht, dass Kabul vor wenigen Tagen gefallen ist. Aber Flüchtlinge aufnehmen, daszu ist er bereit. Das schafft er.


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