Eigentlich wollte Friedrich Merz, CDU, bei seinem offiziellen Besuch in Litauen nicht im Hotel übernachten. Vielleicht weil er dem Staat Geld sparen wollen, vielleicht wars schon zu spät.
Jedenfalls fragte der muntere Oppositionsführer im Standort Rukla der EFP-Battlegroup, der von der Bundeswehr geführt wird, nach - und erhielt einen Korb. Aus dem Hause Lambrecht hieß es wohl, Herr Merz müsse sich eine andere Bleibe suchen. Die Bundeswehr lehnte ab.
Dabei wäre der Reservist Merz der Panzer-Artillerie bestens geeignet, besser jedenfalls als Frau Lambrecht, die von einem Panzer nur weiß, was wahrscheinlich sogar Frau Fester von den Grünen weiss: Dass er ein dickes Rohr hat.
Der CDU-Chef war vor 20 Jahren schon einmal dort. »Diesmal hat es eine Genehmigung der Verteidigungsministerin dafür nicht gegeben«, sagte Merz. »Warum weiß ich nicht – ein freundlicher Akt ist es nicht«.
Über die Gründe für die Abfuhr kann nur spekulieren. Vielleicht war kein Platz frei, weil der Sohn von Frau Lambrecht schon dort war, um Urlaub im Baltikum zu verbringen. Oder die Plätze werden nur zusammen mit Einsätzen der Flugbereitschaft vergeben. Oder Frau Christine Lambrecht war dort, und die Mitarbeiter im Verteidigungsministerium wollten ihr die Übernachtung im Nebenzimmer von Friedrich Merz nicht antun - oder ihm nicht.


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