Proteste gegen Gasumlage und hohe Strompreise:

Kanzler Scholz in Neuruppin ausgebuht und ausgepfiffen

In Neuruppin versucht Kanzler Olaf Scholz vergeblich, den Bürgern seine Politik zu erklären.

Bei seinem gestrigen Auftritt im brandenburgischen Neuruppin wurde Bundeskanzler Olaf Scholz von Hunderten Gegendemonstranten empfangen. Zu den Demonstrationen hatte unter anderem die AfD aufgerufen. Es wurde »Volksverräter«, »Lügner« und »Hau ab« skandiert.

Auf dem Schulplatz fanden sich in einem abgegrenzten Bereich die Unterstützer von Olaf Scholz ein. Scholz wollte sogenannte Entlastungspakete erläutern, mit denen die Ampel-Regierung die immer höheren Energiekosten abfangen will. Er redete über eine Lautsprecheranlage und versuchte lauter als die Demonstranten zu sein. Die meiste Zeit war er kaum zu verstehen.

Nach der Rede stellte sich der Kanzler Bürgerfragen. Ein Sechstklässlers wollte wissen, ob trotz des Gasmangels der Schulbetrieb im Winter fortgesetzt werden kann und ob die Turnhallen benutzt werden können. »Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir das hinkriegen.«

Ein weiterer Frager wollte schließlich wissen, ob es Pläne für einen Schießbefehl auf Demonstranten gäbe. Darauf erklärte Kanzler Scholz: »Niemand in diesem Land hat vor, dass auf Demonstranten geschossen wird!«

Sven von Storch

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