Kurz vor Ende der Waffenruhe im nordsyrischen Grenzstreifen, den die Türkei besetzen will, ist es zum ersten Mal zu Gefechten zwischen türkischen und syrischen Truppen gekommen. Die türkische Armee wurde dabei von lokalen Verbündeten unterstützt.
Beobachtern zufolge sollen mindestens mehrere syrische Regierungssoldaten getötet worden sein, berichtet die Presse. Über die Zahl liegen unterschiedliche Angaben vor. Einige sprechen von 6, andere von bis zu 13 Toten auf Seiten der Syrer. Die türkische Artillerie habe die Regierungssoldaten beschossen. Auf der Gegenseite wurden 10 Kämpfer der pro-türkischen Rebellen getötet, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am letzten Dienstag.
Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurde ein syrischer Soldat im Zuge eines Gefechts von protürkischen Milizen "hingerichtet". Diese Informationen der Beobachtungsstelle sind gewöhnlich nicht nachprüfbar.
Bereits nach wenigen Tagen wird deutlich, dass sich die USA mit guten Gründen aus dem Gebiet zurückgezogen haben. Der Kampf im und um den schmalen Streifen im Norden Syriens wird fortgesetzt werden. Daran werden weder der Rückzug der Kurden noch die zwischen Russland und der Türkei vereinbarten Patrollien nicht viel ändern. Die kurdischen Milizen werden sich bald an die neuen Verhältnisse angepasst haben und in Zukunft aus entfernteren Gebieten Operationen und Angriffe starten. Der scheinbare Erfolg der neuen russischen Nahostpolitik kann sich daher für Moskau schnell in die Teilnahme an einem noch lange nicht beendeten Bürgerkrieg entwickeln. Das gleiche gilt für Erdogan.


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