Kein Besuch von Rashida Tlaib in Israel

Israel_ Die Tricks der Palästinenser ziehen diesmal nicht

Die arabisch-stämmige US-Abgeordnete Rashida Tlaib wollte nach Israel reisen. Jetzt will sie nicht mehr.

Die arabisch-stämmige demokratische US-Abgeordnete Rashida Tlaib wollte vor kurzem nach Israel reisen. Jetzt will sie nicht mehr. Sie wolle nicht wie eine Kriminelle behandelt werden, sagte sie laut National Review zur Begründung.

Die Absicht der moslemischen Abgeordneten mit arabischen Wurzeln, deren Verwandte auf der Westbank wohnen, nach Israel zu reisen, hatte für Aufregung gesorgt. Tlaib ist wiederholt durch antisemitische Äußerungen und Unterstützung antisemitischer Gruppen aufgefallen. So nennt sie Israel immer wieder einen Apartheidstaat - eine typische Formulierung antisemitischer Gruppen.

Die Absage der Reise beendet ein mehrtägiges Hin und Her. Zunächst hatte Israel eine Einreise von Tlaib verweigert. Diese Haltung wurde von weiten Teilen der amerikanischen und israelischen Öffentlichkeit und auch von Präsident Trump begrüßt.

Am Freitag letzter Woche bat Tlaib in einem Tweet um Einreiseerlaubnis, da sie ihre Großmutter besuchen wolle. "Das könnte meine letzte Gelegenheit sein, sie zu sehen", erklärte sie und versprach: "Ich werde alle Einschränkungen respektieren und während meines Besuchs keinen Boykott Israel unterstützen."

Daraufhin erlaubte der israelische Innenminister die Einreise.

Jetzt erklärte Tlaib, dass sie doch nicht zu ihrer Großmutter reisen wolle. “Mich zum Schweigen zu bringen und mich wie einen Verbrecher zu behandeln, ist nicht, was meine Großmutter will,” schrieb sie. Ein Besuch stünde “unter diesen bedrückenden Bedingungen allem entgegen, an das ich im Kampf gegen Rassismus, Unterdrückung und Ungerechtigkeit glaube.”

Israel wird oft vorgeworfen, taktisch ungeschickt auf die Tricks der Araber aus Gaza und von der Westbank zu reagieren. Doch diesmal haben sie den Spieß herumgedreht. Der tränenselig vorgetragene Wunsch Rahida Tlaibs, ihre Großmutter besuchen zu wollen, war ganz offenbar nichts weiter als der Versuch, Israel wieder einmal als unmenschlich darstellen zu können - falls Israel die Einreise abgelehnt hätte.

Doch der Trick hat nicht funktioniert. Also ist der Abgeordneten der Besuch bei der Großmutter, der letzte Woche noch wichtig erschien, nun doch nicht mehr wichtig. Mit anderen Worten: Tlaib wollte eine Unschuldige, ihre Großmutter, für ihre Zwecke einspannen - eine Strategie, wie man sie von israel-feindlichen arabischen Gruppen gut kennt.

Sven von Storch

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