In einem weiteren Schritt, setzt die islamische Regierung in Afghanistan ihre frauenfeindliche Politik fort: Seit letzter Woche dürfen Frauen nicht mehr alleine ein Flugzeug besteigen. Erst kurz zuvor hatte die Regierung in Kabul bekannt gegeben, dass weiterführenden Schulen für Mädchen von nun an geschlossen sind.
Will eine Frau in Afghanistan in Zukunft fliegen, braucht sie einen männlichen Begleiter. »Frauen dürfen weder auf Inlands- noch auf internationalen Flügen ohne einen männlichen Verwandten fliegen«, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums für die Förderung der Tugend und die Verhütung des Lasters an die afghanischen Fluggesellschaften Ariana Afghan und Kam-Air.
Die Maßnahme wurde von wenigstens zwei Reisebüros bestätigt. »Einige Frauen, die ohne einen männlichen Verwandten reisten«, berichtet eine Augenzeugin, »durften am Freitag nicht an Bord eines Kam-Air-Fluges von Kabul nach Islamabad gehen«. Selbst der US-amerikanische Pass half einer Afghanin nicht; sie wurde am Freitag von einem Flug nach Dubai ausgeschlossen.
Für die Bevölkerung des islamischen Landes rächt sich nun, dass sie nicht bereit waren, für ihre Rechte zu kämpfen. Wer gegen die Taliban so wenig Widerstand leistet, darf sich nicht wundern, wenn er oder in diesem Fall sie anschließend bekommt was draufsteht: Einen radikalen Islam. Und in dem werden Frauen ohne Bildung gelassen und unter ständiger Aufsicht.


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