Bodo Ramelow, Ex-PDS und Ex-SED, Ministerpräsident von Thüringen steht in der Schuld von Kanzlerin Angela Merkel; schließlich hat sie seine Abwahl im Winter 2020 rückgängig gemacht und ihn anschließend wieder ins Amt bugsiert. Also ist Ramelow in Sachen Impfungen dienstbeflissen und bereit.
Was Ramelow nicht bedacht hat: Die Pflegekräfte in Thüringen denken, anders als der Satrap, zu einem großen Teil nicht im Traum daran, sich impfen zu lassen. Nur ein Drittel der Klinikmitarbeiter will sich impfen lassen.
Der linke Berliner Tagesspiegel hört schon Verzweiflung in Ramelows Stimme. Denn nicht nur verweigern die Pflegekräfte den Impfstoff – auch die Infektionszahlen liegen weiterhin hoch im ersten von der Ex-SED regierten Bundesland.
Speziell die Verweigerung des experimentellen Vakzins durch das Klinikpersonal empört den Linksfaschist Ramelow. Die Krankenhäuser teilten sogar mit, »dass nur sehr wenige Mitarbeiter bereit sind, sich impfen zu lassen«. Das klingt nicht nach 30 oder 40 Prozent, sondern eher nach drei oder vier.
Und nicht nur die Bereitschaft des Personals zur Impfung ist mäßig. In vielen Krankenhäusern ist kaum jemand da, der geimpft werden könnte: Das Personal fehlt! So hat sich in Eisenach eine Klinik von der Versorgung Covid-19-Kranker abgemeldet, weil die etwa 100 Mitarbeiter selbst mit Corona infiziert oder in Quarantäne sind.
Ramelow könnte verzweifeln. Die Regierung habe »die große Hoffnung gehabt«, sagt er im Deutschlandfunk, »dass die Impfungen auch der Schutzbedürftigen und auch derjenigen, die an den Patienten arbeiten« die Auswirkungen der Pandemie mildern könnten. »Aber ich erlebe jetzt«, so Ramelow, »dass genau dieser Teil so nicht funktioniert.« Wenn sich nämlich das Klinikpersonal nicht impfen lässt, dann kann Thüringen seinen Plan, die Krankenhäuser in Betrieb zu lassen, nicht umsetzen.
Da ist die einzige gute Nachricht wenig tröstlich: Anders als in Zeiten früherer SED-Regierungen ist zumindest Material genug vorhanden. Am Impfstoffmangel liegt es nicht, dass nicht geimpft wird. Ja, viele Mitarbeiter haben die Impfdosen als nette Geste sogar zurückgegeben – für andere Kollegen.
Ramelow scheint mit seiner Geduld am Ende zu sein. »Wir können nicht mehr länger debattieren«, sagte er. »wir müssen viel klarer in die Entscheidung rein, keiner darf sich mehr davor drücken.« Ob er damit Zangsmaßnahmen andeuten will ? Für das Treffen mit Angela Merkel hat Ramelow jedenfalls eine Devise: »Wir werden es noch viel schärfer und viel härter angehen müssen«. – Mal sehen, was der Ministerpräsident der Ex-SED damit meint.


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