Umfrage: 98 Prozent der Ungeimpften wollen sich nicht zur Impfung zwingen lassen:

Impfung nach der Impfpflicht_ – Nein Danke!

Der Bundestag debattiert über die Impfpflicht. Aber die wenigstens Ungeimpften wollen sich impfen lassen, wenn eine Impfpflicht eingeführt wird.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach, SPD, will die Impfpflicht einführen, damit alle Bürger nach ihrer Einführung geimpft sind. Zumindest ist das die Hoffnung des ›Angstministers‹. Eine trübe Hoffnung, wie eine Umfrage zeigt.

Denn eine repräsentative Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag des Berufsverbands der Präventologen vom Februar 2022 liefert klare Werte: Nur 2 von 100 Befragten wollen sich nach einer Impfpflicht impfen lassen. Die meisten sind bereit, ein Bußgeld in Kauf zu nehmen. Andere Ungeimpfte wollen sich von der Impfpflicht befreien lassen.

37 Prozent der befragten Ungeimpften sind noch unentschieden. Würde sich die Hälfte von ihnen für eine Impfung entscheiden, bliebe die Impfquote nur um 1,7 Prozent steigen – eine magere Ausbeute für ein Gesetz, das nach Meinung vieler Juristen wesentliche Grundrechte verletzt.

»Mit diesem Ergebnis der Allensbach-Studie wird klar«, kommentierte Ellis Huber, Vorsitzender des Berufsverbands der Präventologen, »dass die Impfpflicht die erhoffte Wirkung, einer Steigerung der Impfquote, nicht erreichen kann. Die Impfquote aus Österreich, nach Einführung der Pflicht, belegt diese Realität zusätzlich«.

Wenig mehr als die Hälfte der Befragten unterstützt die Einführung einer Impfpflicht. Mittlerweile spricht sich sogar ein Viertel der Geimpften gegen eine Impfpflicht aus – ein bemerkenswert hoher Anteil, der auf eine beginnende Skepsis schließen lässt. Anders als Gesundheitsminister Lauterbach immer wieder propagiert, sind nur 44 Prozent der Befragten überzeugt, dass die Pandemie nach einer allgemeine Impfpflicht endet.

Die Zustimmung für die Impfpflicht variiert sowohl mit dem Alter als auch mit dem sozialen Status der Befragten. 60 Prozent der über 60-Jährigen, aber nur 41 Prozent der bis 30-Jährigen unterstützen die Pläne des Gesundheitsministers. Im bürgerlichen Milieu liegt die Zustimmung bei 55 Prozent, in den unteren Schichten bei weniger als die Hälfte.

Um die Pläne und Androhungen von Karl Lauterbach steht es also schlecht. Die Hoffnungen des sonst so panischen Ministers auf eine Impfpflicht sind unbegründet. Sie scheitern an der Realität, wie so vieles, was Herr Lauterbach in die Wege leitet.

Sven von Storch

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