Eigentlich dürfte es das gar nicht geben: Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen, wie jetzt in Osthofen bei Worms in Rheinland-Pfalz. Die Alten sind zu 100 Prozent doppelt geimpft, wird berichtet. Dasselbe in einer Senioren-Residenz mit 42 Bewohnern am Werbellinsee in Brandenburg. 10 von den 100 Alten in Osthofen und 8 von den 42 sind mittlerweile gestorben. Das entspricht einer Sterblichkeit von 10 und 20 Prozent. Und nochmal: Es sind praktisch alle geimpft.
Was mit den infizierten Pflegern ist, wird nicht gesagt. Allerdings verweist die Welt darauf, dass die Hälfte der Pfleger am Werbellinsee ungeimpft war. Ohne jedoch sagen zu können, ob auch nur einer von ihnen verantwortlich ist. Denn anders als immer wieder suggeriert wird, können Geimpfte das Virus ebenso übertragen wie Ungeimpfte.
Und, was noch wichtiger ist und sich in beiden Heimen zeigt, auch Geimpfte sterben in ähnlich hohen Raten wie Ungeimpfte. Mit einer Sterblichkeit zwischen 10 und 20 Prozent liegt man im Rahmen aller bisherigen Daten. Durch die Impfung hat sich daran überhaupt nichts geändert.
Das aber scheint die Politik nicht zu interessieren. Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese von der SPD, will möglichst bald eine Impfpflicht für das Pflegepersonal einführen. Weiter sollen nur noch geimpfte Besucher in solchen Einrichtungen Eintritt erhalten. Die anderen werden dann wohl von ihren Anverwandten getrennt.
Wenn aber Corona in Heimen mit zu 100 Prozent Geimpften ausbrechen kann, dann sind alle Rufe nach einer Impfpflicht purer Aktionismus. Sie bringen nur die Hilflosigkeit der Verantwortlichen zum Ausdruck. Die reagieren sich, statt ihre Unwissenheit demütig zu gestehen, täglich an den Bürgern ab, die sich nicht impfen lassen.
Mit Wissenschaftlichkeit hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Da mag ein Herr Lauterbach Panik verbreiten, wie er will und den Virologen vortäuschen. Fakt ist: Auch die zweite Impfung schützt nicht vor Infektionen. Ja, sie mindert nicht einmal das Risiko, an Corona ebenso wahrscheinlich zu sterben wie ohne Impfung.
Geändert hat sich nur das Risiko für die Jüngeren, die sich zur Impfung begeben. Und als nächstes wird mit den Kindern und dann mit den Babys experimentiert.


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