Jürgen Todenhöfer an der Grenze zu Israel im Rücken getroffen

Im Rücken von Todenhöfer

Der Publizist Jürgen Todenhöfer wurde am Sicherheitsheitszaun zwischen Gaza und Israel von einem Gummigeschoss getroffen. Todenhöfer wollte dort protestieren.

Der Publizist Jürgen Todenhöfer näherte sich mit einigen arabischen Männern, Frauen und Kindern dem Sicherheitszaun. Er trug laut web.de ein Schild auf dem in Englisch stand: »Liebe Israelis, bitte behandelt die Palästinenser auf die gleiche Art wie Ihr behandelt werden wollt!« Hunderte Meter vor der Grenze zu Israel drehte er sich um, als ihm, wie er auf seinem facebook-Profil behauptet, ein israelischer Soldat ein Gummigeschoss in Rücken schoss. »In keinem Rechtsstaat der Welt wird man wegen eines so versöhnlichen Satzes beschossen", ereifert sich Todenhöfer: »So kann das nicht weitergehen.«

Seit Wochen kommt es am Grenzzaun zu gewalttätigen Übergriffen der Araber auf israelisches Gebiet. Zugleich wird Israel mit Raketen beschossen. Die israelische Armee setzt überwiegend Gummigeschosse ein, um die gewaltätigen Araber zu vertreiben. Die Geschosse haben eine Reichweite von 50 bis 100 Metern.

Es ist unklar, wer auf Todenhöfer geschossen haben soll, wenn er sich, wie er selber auf facebook schreibt, mehrere Hundert Meter vom Zaun entfernt aufgehalten haben will. Vielleicht hat ein Araber im Rücken von Todenhöfer den friedlichen Spruch falsch verstanden und gelesen: »Bitte behandelt mich auf die gleiche Art, wie wir die Israelis behandeln würden, wenn wir könnten.« Allerdings wäre Todenhöfer dann jetzt wahrscheinlich nicht mehr am Leben.

Sven von Storch

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