Ein halbes Jahr nach der Einführung der Masken-Pflicht kommt ans Licht:

Hygieniker_ Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken eine Fehlentscheidung

Mit deutlichen Worten kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene die Maskenpolitik von Minister Spahn.

Seit Tagen wird über die minderwertigen Masken gesprochen, die Gesundheitsminister Jens Spahn an Arme und Bedürftige kostenlos abgeben wollte. Die SPD fordert indirekt schon seinen Rücktritt. Doch der eigentliche Skandal liegt viel tiefer: Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske ist offenbar insgesamt Unfug.

In einem Gespräch mit der Osnabrücker Zeitung erklärte Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, DGKH: »FFP2-Masken gehören nicht in die Hände von Laien, egal ob von Obdachlosen, Hartz-IV-Empfängern oder Vorstandsvorsitzenden«. Ausdrücklich ist also nicht nur von verarmten Maskenträgern die Rede, sondern von Laien – also den meisten.

Walger hatte bereits früher deutliche Kritik an den Maßnahmen des Corona-Regimes geäußert. So zweifelte er am Sinn der sogenannten ›Corona-App‹, dem digitalen Schlager aus dem Hause Altmaier. Auch für den Merkel-Lockdown fand er keine lobenden Worte, sondern nur harsche Kritik. Nun widmet er sich also der Masken-Pflicht, die so viele Bürger Tag und Nacht befolgen.

Die Masken-Pflicht für alle sei »eine Fehlentscheidung« gewesen. Sie dürfe sich nicht wiederholen. »Die DGKH appelliert dringend an Bund und Länder«, betonte Walger, »auf ihrem nächsten Gipfel am Donnerstag die Fehler zu korrigieren und zur Pflicht zum Tragen einer einfachen medizinischen Maske (OP-Maske) zurückzukehren«. »Selbst viele Alltagsmasken«, ergänzte der Infektiologe, »schützen Laien besser vor Corona als schlecht sitzende FFP-Masken.« Das Problem: Die fehlerhaft sitzenden Masken geben »«Scheinsicherheit«, so der Infektiologe.

Doch die Masken sind nicht nur nutzlos – das sind sie sowieso. »Weil die meisten FFP2-Masken bei Laien nicht korrekt sitzen und die Atemerschwernis durch das Atmen durch die Leckagen vermieden wird«, erläuterte Walger, »werden Ansteckungen begünstigt, anstatt sie zu verhindern«. Das Atmen durch die seitlichen Leckagen und damit an jeglicher Filterwirkung vorbei sei die Regel.

Das Urteil des Vorsitzenden der DGKH über die von Gesundheitsminister Spahn, CDU, bestellten und vom Steuerzahler teuer bezahlten Masken ist eindeutig: »Ein erheblicher Teil der Importmasken ist ein gigantischer Fehleinkauf«.

Bleibt zuletzt die Frage: Warum wendet sich die Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene erst jetzt an die Öffentlichkeit ?

Sven von Storch

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