Skandale bei »Linken« und »Fridays for Future« in Hamburg

Hamburger Linker fürchtet Klima-Holocaust

Ein Mitglied der Hamburger Linken spricht vom »Klima-Holocaust«. Der Skandal könnte seine politische Karriere beenden - oder auch nicht.

Tom Radtke ist Mitglied der Ex-PDS und kandidiert auf der Liste seiner Partei für die Hamburger Bürgerschaftswahlen. Doch jetzt hat der Jungpolitiker zu spüren bekommen, was es heißt, gegen die medialen Strategien seiner Partei zu verstoßen. Und zu denen gehört die Unvergleichbarkeit des Holocaust.

Der 18-jährige Linken-Politiker hat den Holocaust zwar nicht mit dem Holodomor verglichen, dem Mord an bis zu 12 Millionen Ukrainern durch Sozialisten, aber er schrieb auf Twitter von einem »Klima-Holocaust«, der momentan stattfinden würde. Eine absurde Wortwahl, aber eine, die zur Mentalität von »Fridays for Future« durchaus passt.

Auf drei Tweets hatte der Jungpolitiker seine Thesen verteilt. In einem ersten hieß es in gendergerechter Sprache:

»Die Nazis gehören auch zu den größten Klimasünder*innen, da ihr Vernichtungskrieg und ihre Panzer riesige Mengen an CO2 produziert haben.«

Ein Satz, den sicher viele Schuleschwänzer sofort unterschreiben. Dann führt Radtke, der auf Platz 20 der Liste der Ex-PDS steht, aus:

»Viele Politiker sagen, dass sich das nicht wiederholen darf. Aber was tun sie gegen den Klima-Holocaust, der in diesem Moment Millionen Menschen und Tiere tötet?«

Das ist genau die Sprache des Panik-Orchesters von Thunberg und Partnern. Und auf sie bezieht sich Tom Radtke daher:

»Greta Thunberg hat in Davos richtig gesagt, dass seit Beginn der Klimaproteste nicht genug getan wurde. Wir müssen die Klimaerwärmung jetzt stoppen damit sich ein Holocaust nicht wiederholt.«

Unabhängig davon, ob die Sätze sinnvoll sind oder nicht, kann man nachvollziehen, dass Tom die Welt nicht mehr versteht: Die Linke plant, ihn aus der Partei auszuschließen, »Fridays for Future« ging umgehend auf Distanz.

Doch der Angegriffene wehrt sich. In einem Gespräch in der Welt räumt er zwar ein, die Tweets wären ein Fehler gewesen: »Ich hätte aber besser erklären sollen, was ich meine. Auschwitz können wir nicht rückgängig machen. Aber den Klimawandel können wir noch stoppen.« Aber er bleibt bei seinem Vergleich. Und damit ist er politisch für Linke und Schuleschwänzer nicht tragbar.

Dort könnte aber langsam Panik aufkommen. Denn Tom Radtke hat in einem weiteren Tweet das Thema gewechselt: Nun droht er, eine weitere Leiche aus den Kellern linker und grüner Vergangenheiten zu holen: Die pädophilen Neigungen einiger ihrer Vertreter. Angeblich weiß er »um den Pädophilen bei FFF Hamburg«. Ein Hamburger Bundestagsabgeordneter soll es sein, deutet er an. Er »kenne die Namen einiger Opfer.«

Das sind leere Behauptungen, kann man sagen. Sie lassen sich kaum überprüfen. Doch so oder so – verglichen mit der anstehenden Schlammschlacht ist der Berufsverkehr an einem Freitag in Hamburg geradezu klimaneutral.

Sven von Storch

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