Mit etwas Verzögerung dackelt Grünen-Chef der Chefin hinterher:

Habeck macht den Baerbock_ Indirekt Parteiausschluss von Palmer gefordert

Nachdem am Wochenende schon Annalena Baerbock den Ausschluss von Boris Palmer aus der Partei gefordert hat, folgt jetzt Robert Habeck.

Es kostet nicht viel, eine Antwort auf die Frage zu finden, wer von den beiden Grünen, Boris Palmer oder Robert Habeck, als möglicher Kanzler mehr Zustimmung in Deutschland findet. Beide werden es nicht, da sich Medien und Grüne Partei für Annalena Baerbock entschieden. Aber in einer Umfrage erhielte Palmer sicher mehr Stimmen als Habeck.

Vielleicht hat sich der seit Baerbocks Nominierung in der Halbversenkung befindliche Habeck deshalb zu einer Stellungsnahme in der Causa Palmer entschieden. Zur Erinnerung: Tübingens Bürgermeister hatte das N-Wort benutzt und zudem mit Schwanz kombiniert. Nein, sowas sollte man in Deutschland nicht machen.

Während sich das halbe Land amüsierte, gerieten sie Grünen in einen Betroffenheitsrausch. Und so genehmigte auch Habeck sich einen Schluck aus der Propaganda-Pulle und kommentierte: Die Äußerung von Palmer bei facebook sei »rassistisch, unwürdig als Oberbürgermeister und beleidigend«.

Statt also nach Baerbocks Stellungnahme vom Wochenende und dem Beschluss der Grünen, Palmer aus der Partei zu werfen, zu schweigen, schwadronierte der stets unrasierte, im Stil von Oliver Kahn fürs Expertische daherkommenden Grünen-Chef Habeck und wiederholte nur, was alle schon wissen: »Wäre super gewesen, Boris hätte einfach geschwiegen oder vielleicht zwei Jahre oder zwei Monate Facebook-Abstinenz walten lassen«. Das war einmal eine Empfehlung, die sich Habeck selber empfahl.

Wahrscheinlich ist es zu still um Habeck geworden, nachdem er als Kanzlerkandidat der Grünen abserviert wurde. Also musste er Sätze bilden, in denen die Wörter »rassistisch« und »beleidigend« vorkommen müssen, um es noch einmal in die Presse zu schaffen. Dabei hatte doch Baerbock schon alles gesagt: »Das Ganze reiht sich ein in immer neue Provokationen, die Menschen ausgrenzen und verletzen.« – »Boris Palmer hat deshalb unsere politische Unterstützung verloren.«

Und so beseitigt die eifrige Annalena Baerbock nach Robert Habeck zielstrebig einen weiteren Konkurrenten.

Sven von Storch

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