Katar dementiert umfassende Gaslieferungen an Deutschland:

Habeck bestellt GAS - Und liefert heiße LUFT

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck reiste nach Katar, um Gas für Deutschland zu ergattern. Und was bekommt er?

Die Grünen sind für ihre leeren Worthülsen bekannt. Denen hat Robert Habeck, seines Zeichens Wirtschaftsminister der größten EU-Volkswirtschaft, nun eine neue Variante hinzugefügt: Das leere Versprechen. Denn mit der Aussicht auf eine Energiepartnerschaft mit dem Emirat kam der Minister aus Katar zurück. Es schien, als habe der Politiker Gas für Deutschland beschafft.

Nun stellt sich heraus: Katar kann gar nicht liefern. Selbst wenn es wollte.

»Niemand verfügt derzeit über ausreichende Kapazitäten«, stellte Energieminister Saad Sherida al-Kaabi klar, »um russisches Gas zu ersetzen«. Weiter betonte der Minister: »Europa verfügt nicht über die notwendige Infrastruktur.« Was bemerkenswert ist, denn das hieße nicht nur, dass Katar nicht liefern kann, es hieße auch, der Katari al-Kaabi kennt sich in Europa besser aus als der Deutsche Habeck.

Nicht genug, ist Deutschland besonders schlecht dran. Weder verfügt das Land über die über die notwendigen Flüssiggas-Terminals, noch wird es bald welche geben. Grüne Umweltschützer blockieren den Bau der Anlagen in Schleswig-Holstein.

Kleiner Trost: Die Kataris versprechen, zumindest nicht weniger liefern zu wollen, als momentan. »Wir werden unsere derzeitigen Verpflichtungen erfüllen«, sagten der Energieminister, »und sicherstellen, dass die Lieferungen pünktlich und gemäß unseren Vereinbarungen erfolgen.« Eine Umleitung von Flüssiggas, das Ländern in Asien zugesichert wurde, schließt Katar aus. »Wir produzieren seit 26 Jahren Gas«, betont al-Kaabi, »und haben unsere Verpflichtungen nie verfehlt.«

Dann folgt die harte Realität: »Fast unser gesamtes Gas ist jedoch an bestehende langfristige Verträge gebunden. Diese Verträge mit asiatischen Kunden erlauben es uns größtenteils nicht, Lieferungen einseitig auf der Grundlage der Marktkräfte umzuleiten.« Kurz gesagt: Es gibt nicht mehr Gas aus Katar.

Wer den Grund für die Ablehnung durch Katar in einer geheimen Solidarität mit dem Aggressor Russland sucht, liegt falsch. Das Stichwort lautet Energiewende. »Europa hat«, so der Minister, »sich seit Jahren von LNG abgewandt«. »Europäische Regierungen haben Öl- und Gasunternehmen aufgefordert, sich auf erneuerbare Energien zu konzentrieren.« – Dumm gelaufen.

Zuletzt stichelt der Katari gegen den grünen Minister: »Jeder auf der ganzen Welt, der Gas kauft, reist für zusätzliche Lieferungen nach Katar.« Das habe er dem Minister Habeck auch so gesagt. Der aber hat nach seinem tiefen Knicks vor den Scheichs wohl nicht mehr weiter zugehört und sich statt dessen vieles versprochen. Tatsächlich war alles nur die sprichwörtliche heiße Luft – völlig frei von CO2.

Sven von Storch

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