Kommen nach den ausgedienten Schleppern jetzt die Rundflüge mit Migranten?

Grüne wollen Afghanen mit Charterflügen nach Deutschland holen

Ein Politiker der Grünen organisiert auf eigene Faust Flüge von Afghanistan nach Deutschland, um Migranten ins Land zu holen. Und er sammelt Spenden.

Eigentlich sind die Grünen gegen Flugzeuge und sie waren auch überwiegend gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Aber wenn es darum geht, der Hilfsindustrie neue Märkte zu erschließen, dann kennen sie keine Grenzen. Was bisher per Schlepper erledigt wurde, soll nun mit Flugzeugen fortgesetzt werden: Der Transport von Migranten.

Zusammen mit Aktivisten aus der Szene sogenannter Seenotretter will der Grünen-Politiker Erik Marquardt auf eigene Faust Flüge organisieren, um Migranten von Afghanistan nach Deutschland zu holen. Dafür hat er unter dem Deckmantel des Verein Civilfleet-Support "einen Flieger gechartert, mit dem wir nach Kabul fliegen werden". Die Formalien sind angeblich geklärt. Eine Webseite ist eingerichtet.

Die Flüge nach Afghanistan gelten als äußerst gefährlich. Die Bundeswehr setzt nur wenige Maschinen ein, die jeweils nur wenige Migranten außer Landes bringen. Insbesondere beim Landesanflug laufen die Maschinen Gefahr, mit Lenkraketen abgeschossen zu werden. Während Militärmaschinen über entsprechende Abwehrtechnik und vor allem Piloten verfügen, die mit den Abwehrwaffen umgehen und mit ihren Maschinen ausweichen können, dürfte eine zivile Maschine über nichts dergleichen verfügen. Kurz: Das Manöver ist brisant. Und dabei ist die Frage nach der Landeerlaubnis nicht einmal geklärt.

Das alles kümmert die Grünen nicht. Offenbar in dem Glauben, es sei das gleiche, einen Schlepper in den Hafen von Lampedusa zu steuern oder mit einem Flugzeug in Kabul zu landen, versucht die Flüchtlingsindustrie sich nun in Langstreckenflügen. Die Devise lautet: "Die Regierung braucht bei der Rettung Unterstützung, denn wir haben kaum noch Zeit." Wie es heißt, liegen dem Flüchtlingsverein "Listen von Personen, die gerettet werden müssen" vor. Außerdem stehe man "mit Hunderten weiteren in Kontakt."

Großmäulig kündigen die Veranstalter an: "Die bürokratischen Abläufe der deutschen Bürokratie verhindern jedoch an vielen Stellen Flexibilität, die wir sicherstellen können". Wie die Personen zum Flughafen kommen sollen, weiß der Grüne EU-Politiker noch nicht. Aber wie das Flugzeug beschafft wird, das weiß er schon und twittert: "Jetzt brauchen wir eure Spenden". Es wird also erst einmal kassiert.

Sven von Storch

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