Nachdem die Taliban Afghanistan überrannt haben, droht eine neue Welle von Flüchtlingen aus dem moslemischen Land. Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hat sich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk für eine Aufnahme sämtlicher Flüchtlinge ausgesprochen. Diese sollten auf Europa, die USA und Kanada verteilt werden.
Die Grünen-Chefin forderte, Vorbereitungen für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge, weil "weitere Menschen in so einer dramatischen Situation ihr Land verlassen müssen". Ausdrücklich widersprach sie einem umfangreichen Abstimmungsprozess, bei sich alle 27 EU-Länder zunächst einigen müssten. Es sei wichtig, sich "mit den europäischen Ländern zusammen zu schließen, die wollen und vor allen Dingen mit den Amerikanern und den Kanadiern, damit wir klare Kontingentregeln gemeinsam vereinbaren". Erwartet wird eine Ablehung der Aufnahme weiterer Flüchtlinge durch die meisten mitteleuropäischen Länder.
Einmal mehr macht die Kanzlerkandidatin der Grünen klar, dass sie die Interessen der Hilfindustrie vertritt, die seit längerem über das Fehlen weiterer Flüchtlinge klagt und daher die Öffnung der Grenzen fordert. Im Fall Afghanistan ist mitetwa drei Millionen Flüchtlingen zu rechnen.
Deutschland nimmt zur Zeit bereits monatliche etwa 12.000 Asylanten und Flüchtlinge auf, darunter schon jetzt viele Afghanen. Gerade sie haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder als integrationsunwillig erwiesen. Sogenannte Ehrenmorde sind an der Tagesordnung. Durch weitere Flüchtlinge wäre mit einer Vertiefung der afghanischen Strukturen in Deutschland zu rechnen.


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