Die Tage sind offenbar gezählt, an denen Franziska Giffey, SPD, den Titel ›Doktor‹ tragen könnte, der ihr bisher nicht aberkannt wurde. Sie hat bisher nur selber freiwillig darauf verzichtet, weiterhin mit ›Dr‹ zu unterschreiben. Demnächst wird sie dazu gezwungen.
Der Vorwurf: Sie habe wesentliche Teile ihrer Arbeit kopiert. Ihre Doktorarbeit bestand zu unguten Teilen aus Plagiaten. Ein erste Untersuchung durch die Freie Universität Berlin, der Kaderschmiede für linke und grüne Propagandisten, hatte die Ministerin noch mit einer Rüge davonkommen lassen – eine Bestrafung, die in dieser Form nicht zulässig war. Kein Wunder, war die illustre Prüfungskommission der Gruppe sehr ähnlich, die Giffey den Doktor verlieh. Hier hatte jemand den Bock zum Gärtner gemacht.
Bis das Drängen von Martin Trefzer, AfD, im Berliner Landtag nicht mehr abgedrängt werden konnte. Eine zweite Kommission setzt sich an die Doktorarbeit, die bald wohl keine mehr ist. Da hilft Franziska Giffey keine Erklärung, sie habe die 119 Plagiatsstellen auf 76 von 205 Seiten »nach bestem Wissen und Gewissen verfasst«.
Stimmen die internen Informationen von Business Insider, dann verliert Giffey ihren Titel und es bleibt nur noch die Frage, ob sie Ministerin bleibt. Mehrfach hat sie ihr Wort gegeben, im Fall einer Aberkennung des Doktortitels auch ihr Ministeramt zur Verfügung zu stellen.
Falls Giffey ihr Versprechen »nach bestem Wissen und Gewissen verfasst« gab, muss sie gehen. Aber als ehemalige Bürgermeisterin der Clan-Hochburg Neukölln und als Mitglied einer Partei, die in Berlin für den sprichwörtlichen sozialdemokratischen Filz steht, wird sie versuchen einen Ausweg zu finden. Denn so kurz vor der Wahl kann sich die SPD den Verlust einer Ministerin und ihres Spitzenkandidaten nicht leisten. Vielleicht gründet die SPD ja eine Kommission, die den Fall ein drittes Mal untersucht.


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