Mitten hinein in eine Zeit schwerer wirtschaftlicher Schwierigkeiten und zunehmende Spannungen zwischen der islamo-faschistischen Hisbollah und Israel ist die libanesische Hauptstadt Beirut von mehreren schweren Explosionen erschüttert worden. Bisher sind über 4.000 Verletzte und wenigstens 73 Tote bestätigt worden. Die tatsächliche Zahl dürfte aber deutlich höher liegen.
Videos von den Explosionen gingen in Minutenschnelle um die Welt. Sie zeigen drei verschiedene Explosionen, die in wenigen Sekunden aufeinander folgen. Zunächst wurde ein Feuer ausgelöst, dann sind eine Vielzahl kleiner explodierender Gegenstände unterhalb des Rauches zu sehen und schließlich kommt es zu einer dritten, äußerst heftigen Detonation, die von See her gefilmt worden ist; sie wurde von erschrockenen Augenzeugen sogar als Atombombenexplosion gedeutet wurde.
Über die Ursache des Vorfalls gibt es verschiedene Versionen. In einer ersten Stellungnahme durch den Gesundheitsminister des Libanon, der der Hisbollah nahesteht, wurden Feuerwerkskörper als Auslöser genannt. Die zweite Explosion legt diese Interpretation durchaus nahe. Sie wird jedoch von Fachleuten mit Hinweis auf die dritte Explosion bestritten. Ghanem Nuseibe, eine Nahostexperte erklärte laut Jerusalem Post: »Die Geschichte mit dem Unfall glaube ich nicht.« Viele Bürger in Beirut fühlten sich an die schlimmsten Zeiten des Bürgerkriegs erinnert.
Der libanesische Regierungschef Hassan Diab sagte hingegen, Grund für die Explosion seien 2750 Tonnen Ammoniumnitrat. Das Material läge seit sechs Jahren im Hafen. Es könne zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoff verwendet werden.
Sehr viel wahrscheinlicher als explodierende Feuerwerkskörper oder Düngemittel ist ein Unglück in einem Waffenlager der islamo-faschistischen Hisbollah. Schon in der Vergangenheit hat die Hisbollah immer wieder in der Nähe von zivilen Wohnanlagen Waffen und Sprengstoff gelagert. Beirut wird vom Iran als Umschlagplatz für Waffenlieferungen an verschiedene islamo-faschistische Organisationen wie die Hisbollah oder die Hamas genutzt.


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