Bei einer wahrscheinlich nicht angemeldeten Demonstration kam es vor dem Reichstag in Berlin zu einem Handgemenge zwischen Protestierenden und Polizei. Dabei wurde ein Kameramann eines ARD-Teams getreten (Video bei Twitter). Die Polizei schien sehr gut auf genau diese Attacke vorbereitet gewesen zu sein und griff unmittelbar ein. Der Täter wurde festgenommen.
Die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios twitterte: »Unserem Team geht es zum Glück gut, aber solche Angriffe gegen die Presse sind widerlich!« Erst vor wenigen Tagen, am 1.Mai, waren Kameraleute des ZDF von Linksfaschisten attackiert worden. Dabei waren vier Personen krankenhausreif geschlagen worden.
Die gestrige Demonstration mit etwa 400 Personen richtete sich gegen die Corona-Verordnungen. Vor Ort waren Vertreter aller möglichen politischen Richtungen, unter anderem Attila Hildmann, ein Koch und Geschäftsmann, der zuletzt mit kruden Verschwörungstheorien zum Coronavirus in die Presse gelangt war und die Berliner Grünen-Abgeordnete June Tomiak. Sie schrieb über Twitter: »Die Versammlung heute war ein buntes Sammelsurium von Verschwörungstheoretikern, über organisierte Nazis bis zu Familienausflüglern.« Von weiteren Tätlichkeiten berichtet auch sie nicht.
In ersten Reaktionen der Mainstream-Medien wurde der Vorfall zum Anlass genommen, die Demonstranten in eine Linie mit den gewalttätigen Linksfaschisten vom 1.Mai in Verbindung zu bringen.


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