Wird es doch noch einmal eng in Baden-Württemberg ? – In den Umfragen, diesem zum Wahlersatz gewordenen Mittel der Politik – in den Umfragen liegen die Grünen deutlich vor der CDU. Das verdanken sie zuerst ihrem zum Landesvater mutierten Alt-Maoisten Winfried Kretschmann und dann auch ihrem Umwelt-Programm.
Doch mit der Umsetzung hapert es an allen Ecken und Kanten. Hessen und Bayern liegen bei der Erreichung sogenannter Klimaziele weit vor dem Ländle im Südwesten. Es rumort an der Basis. Schlimmer: Es hat sich eine radikalere Klimaliste gegründet. Und die zieht Stimmen von der Öko-Partei mit Alleinstellungsanspruch. Wenig überraschend ist es, dass die Grünen die Klimaliste fürchten und abraten, die Liste zu wählen.
Und da kommt »Fridays for Future« ins Spiel. Die Klimahüpfer um die schwedische Öko-Ikone Greta Thunberg schlüpfen in die Rolle, die sich früher Priester anmaßten: Sie warnen davor, die Klimaliste zu wählen. Fridays-for-Future-Sprecherin Line Niedeggen erklärte: »Progressive demokratische Mehrheiten sind essenziell, um in den nächsten fünf Jahren den notwendigen Wandel zu tragen. Kleinstparteien wie die Klimaliste dürfen diese Mehrheit nicht aufs Spiel setzen.«
Kretschmann, der sich als Ex-Mitglied des maoistischen KBW – Kommunistischer Bund Westdeutschland für die Jüngeren – mit Kleinstparteien gut auskennt, wird sich über die Unterstützung der Klima-Hüpfer sicherlich freuen. Denn am Ende könnten ihm die Stimmen, die der Klimaliste zukommen, zur Ministerpräsidentenschaft fehlen.
Alexander Grevel, Kandidat der Klimaliste Baden-Württemberg, bleibt gelassen. Er sieht in der Konkurrenz kein Problem. Seine Partei würde weitere Nichtwähler mobilisieren. Im übrigen wäre eine CDU-geführte Regierung für die Klimaliste auch kein Problem. Hessen und Bayern seien deutlich weiter als Baden-Württemberg unter Kretschmann.
Offenbar weiß Grevel nicht, mit wem er es bei Winfried Kretschmann zu tun hat. Der Ex-Maoist sieht in der Klimaliste – darin noch immer ganz Linker, ganz Maoist – wahrscheinlich eine Abspaltung, die potentiell bösartig ist.
Deutlich wird so oder so: Grüne und Klima-Aktivisten von »Fridays for Future« stecken mit einem Ex-Maoisten unter einer Decke. Und ist wahrscheinlich nicht klima-neutral. Und ganz sicher ist es schlecht fürs politische Klima.


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