Unter dem Motto: "30 Jahre sind genug! Revolution und Sozialismus" will die Freie Deutsche Jugend am 3. und 4. Juli in Jena und am 3. Oktober 2020 in Berlin marschieren. Dabei soll auf einer Kundgebung der DDR gedacht werden; also jenem Staat, an den sich heute durch den heutigen Staat viele erinnert fühlen, sofern sie alt genug sind.
"Wer uns für verschwunden dachte", teilte die FDJ auf ihrer Homepage - ja, die FDJ hat eine Homepage - mit: "dem sei im Klaren, dass wir nie gegangen sind. Wer uns für Geschichte hielt, dem sei entgegnet, dass wir die Zukunft sind."
Der geplante Umzug ist nicht der erste seiner Art. Schon im März und Juni waren rund 50 Personen mit FDJ-Fahnen und Blauhemden durch die Innenstadt Zwickaus gezogen. Ziel sei "ein Zeichen gegen Faschismus und Krieg zu setzen", erklärt ein Sprecher der einstigen Großorganisation im zweiten sozialistischen Staat auf deutschem Boden.In Zwickau hatte einige Demonstranten mit einer Leiter den Rathausbalkon erklommen. Das brachte der FDJ eine Anzeige wegen Hausfriedenbruch ein.
Die FDJ wurde 1936 in Paris gegründet. 1946 wurde sie in der Sowjetischen Besatzungszone zur kommunistischen Kadertruppe. Ihr Erster Vorsitzender wurde damals Erich Honecker.
Ob die FDJ in Berlin am 3.Oktober auch vor dem Kanzleramt marschieren will, ist unbekannt.


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