Spezialist für RAF-Terrorismus rückt Mitglieder von "Extinction Rebellion" in die richtige Ecke:

Extremismus-Forscher_ Klimaaktivisten erinnern an RAF-Terroristen

Extremismusforscher Alexander Straßner hat die Aktivisten von Extinction Rebellion unter die politische Lupe genommen und entdeckt erschreckende Parallelen.

Professor Alexander Straßner ist Terrorismusforscher und Spezialist für die Terroristen der sogenannten Dritten Generation der Roten Armee Fraktion, RAF, einer weniger bekannten Nachfolgegruppe der bekannten und berüchtigten Baader-Meinhof-Bande. Nun hat er sich in einem Interview zur den Aktivisten aus dem Umfeld der Klimaretter geäußert.

Gegenüber der Osnabrücker Zeitung sagte Straßner, der an der Universität Regensburg lehrt, die Teilnehmer der jüngsten Blockadeaktionen auf Straßen und vor Kohlekraftwerken erinnerten ihn "frappierend an die ersten RAF-Mitglieder, die in die Illegalität gegangen sind". Gemeint ist die Erste Generation von Linksterroristen um Andreas Baader und Ulrike Meinhof. "Sie waren wie die Klimaaktivisten heute überzeugt: Wer nicht mitzieht, den müssen wir zwingen."

Straßne vergleicht die Aktivisten mit einer Sekte, die einen absoluten Wahrheitsanspruch erhebe. "Die Aktivisten behaupten von sich selbst, für eine ganze Generation zu sprechen." Ein Allgemeinvertretungsanspruch, der typisch für linksfaschistische Bewegungen ist. "So diskriminieren sie systematisch andere Meinungen, und auch das ist ein Kennzeichen einer Radikalisierung",ergänzte der Wissenschaftler. Eine Argumentationslinie, die von der RAF in den 1970er-Jahren verfolgt wurde.

Typisch seien Denkfiguren wie: Es wäre zu spät, mit denen Gruppen wie "Letzte Generation", "Ende Gelände" und "Extinction Rebellion" den parlamentarischen Weg umgehen wollten. Noch fehle es diesen Gruppierungen allerdings an einer Galionsfigur, sagte der Extremismusforscher. Allerdings erwartet Straßner eine weitere Radikalisierung: "An den Rändern tummeln sich Extremisten, denen neue klimapolitische Maßnahmen nicht reichen. Für sie gibt es keine Kompromisse, sondern nur die eigenen Forderungen."

Die RAF hat ab Ende der 1960er Jahre Westdeutschland terrorisiert und überzog das Land mit einer Serie von 34 Morden. Während damals die Politik konsequent reagiert und am Höhepunkt, der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer, Härte bewies, indem sie nur zum Schein mit den Terroristen verhandelte, tatsächlich aber zum vernichtenden Schlag ausholte, von dem sich die linke Terrorgruppe nicht wieder erholte, muss heute mit einer offenen Sympathie im links-grünen Politmilieu und den Zwangsgeldmedien gerechnet werden.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.