Dieser Tage wird wieder einmal bewiesen, dass die Behauptung, Migranten könnten nicht in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden, eine Schutzbehauptung ist, in die Welt gesetzt von der Flüchtlingsindustrie und ihrer Lobby. Zypern zeigt, wie es gemacht wird.
Mehrere Boote hatten in den letzten Tagen mit über 150 Migranten die zypriotische Küste erreicht. Sie liegt weniger als 160 Kilometer entfernt vom asiatischen Festland, ist also leicht zu erreichen. Viele Syrer waren darunter, aber auch etliche Libanesen. Einige gingen an Land. Die anderen wechselten auf ein von der Regierung gechartertes Schiff und waren schon Stunden später wieder zu Hause.
Am Montag nun gab die Regierung in Nikosia bekannt, das Land sei nicht mehr in der Lage, noch mehr »wirtschaftliche Migranten« bei sich aufzunehmen. Die Aufnahmelager sind voll. Die Zahl der erstmaligen Asylbewerber in dem Land ist nach Angaben der Regierung die höchste pro Kopf der Bevölkerung in der Europäischen Union.
Greenpeace war umgehend in heller Aufregung und meldete: »Zypern schickt Migranten umgehend in den Libanon zurück«. Was daran falsch ist, konnte Greenpeace nicht sagen. Die Rückführung geschieht in Abstimmung der Regierungen Zyperns und des Libanons. Zwar ist der Libanon ebenfalls an der Grenze seiner Aufnahmefähigkeiten. Allerdings wäre es ebenso möglich, dass die EU vor Ort hilft, statt die Migranten nach Europa kommen zu lassen – und das für einen Bruchteil des Geldes.


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