Trotz fehlender Langzeitstudien und vieler Toten:

Drosten_ Man muss einfach so schnell wie möglich durchimpfen

Virologe sieht keinen Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und sinkenden Inzidenzen.

Trotz weiterer Öffnungen sinkt die 7-Tage Inzidenz in Deutschland immer weiter und hat mittlerweile in vielen Bundesländern die Grenze von 50 unterschritten. Damit steht die Frage nach der Wirkung des Lockdowns wieder in Frage.

Den Chef-Virologen der Berliner Charite, Chrstian Drosten, beeindruckt das nicht. »Ich mache mir da im Moment keine Sorgen.« Ohnehin sei die Außengastronomie »sicherlich kein so großes Problem«. Wieso geöffnete Cafes und Gaststätten jetzt doch kein Problem sind, erklärte Drosten nicht. Mit den höheren Temperaturen habe das jedenfalls nichts zu tun. Wenn jetzt suggeriert werde, in einigen Ländern ginge das Infektionsgeschehen nur wegen höherer Außentemperaturen zurück, wäre das »unfair« gegenüber jenen Ländern, die einen strikten Lockdown durchgesetzt hätten.

Zur Impfung und der Wirkung gegen die sogenannte indische Variante erklärte Drosten, »dass gerade die erste Impfung gegen dieses Virus noch nicht so viel hilft, sodass man jetzt schnell vervollständigen muss«. Was genau der Experte mit »nicht so viel« meinte, ließ er offen. Dafür sei es wichtig, dann man schnell alle impfe. »Man muss einfach so schnell wie möglich durchimpfen. Das ist das Beste, was man machen kann.«

Mit der Einschätzung, dass Kinder ebenso ansteckend sind, wie Erwachsene, bereitet der Chef-Virologe die möglichst baldige Impfung von Kindern vor.

Sven von Storch

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