Deutsche haben weniger Angst vor der Atomkraft:

Deutliche Mehrheit für stärkere Nutzung der Atomenergie

Im Rahmen von Energiekrise und dramatisch steigenden Preisen ändert sich die Haltung der Deutschen zur Atomkraft.

Schlechte Nachrichten für die Grünen und andere Panikmacher: Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine stärkere Nutzung von Atomkraft und Kohle als Energieerzeuger aus. Und zwar eine deutliche Mehrheit von 56 Prozent. Allerdings waren es vor allem ältere Bürger, die sich für Atom und Kohle aussprachen. Bei den Jüngeren hält sich die Furcht.

Zwischen den 1248 befragten, wahlberechtigten Männern und Frauen herrscht keine Einigkeit. 55 Prozent der Frauen, aber 67 Prozent der Männer unterstützen die weitere Nutzung der Atomkraft auch nach dem für Ende dieses Jahres geplanten Ausstieg. Die Fehlertoleranz der Umfrage wurde vom Meinungsforschungsunternehmen Infratest dimap mit zwei bis drei Prozentpunkten nach oben und unten angegeben.

Die Umfrage deutet eine gravierende Änderung bei der Beurteilung insbesondere der Atomkraft an. Die Energiequelle wird insbesondere von grünen Politikern als »böse« deklariert und die Forderung nach Abschaltung von Atomkraftwerken gehört zur Ideologie der Partei und ihrer Wähler. Lange Zeit erreichten sie ihr Ziel, die Bürger mit falschen Zahlen über die Opfer der Atomkraft in Angst und Schrecken zu versetzen.

In der CDU mehren sich die Stimmen für einen Weiterbetrieb der Anlagen. Damit verabschiedet sich die Partei von der Politik ihrer ehemaligen Kanzlerin, die in einer Panikattacke die Energiewende beschlossen hatte. »Bevor Bürger im Kalten sitzen und Betriebe stillgelegt werden«, hieß es aus der Union, »muss die Bundesregierung über ihren Schatten springen. Dazu gehört auch eine Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke«.

»Die Halbwertzeit der Prognosen von Bundesminister Habeck wird immer kürzer«, giftete die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Gitta Connemann. »Inzwischen spreche Habeck von einer Gaskrise.« »Jetzt darf es keine Tabus mehr geben«, sagte sie weiter. Habeck »soll nicht erklären. Er muss handeln.« Und dazu gehört, darf der Zuhörer schließen, der Weiterbetrieb von Atom- und Kohlekraftwerken.

Sven von Storch

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