Jedes mal, wenn in Deutschland jemand eine Maske überziehen muss, klingelt es irgendwo in der Kasse eines Abgeordneten der Union. Das ist der Eindruck, der sich beim Bürger nach einer Kette von Skandalen verfestigt. Diesmal, sozusagen zur Abwechslung, ist es mal wieder die Bayerische CSU.
Wie die Frankfurter Allgemeine bereits im März berichtete, verkaufte die Schweizer Forma Emix an die von Markus Söder geführte Landesregierung eine Million Masken Preis von 10,50 Euro je Stück. Es wären auch Masken zum Preis von drei bis sieben Euro zu kriegen gewesen. Doch die Landesregierung entschied sich für Emix. Warum ?
Weil Monika Hohlmeier, Europaabgeordnete der CSU und Tochter von Franz Josef Strauß, bei der Vermittlung von Masken ihrer Freundin Andrea Tandler helfen wollte. Tandler ist nicht nur Unternehmerin, sondern ebenfalls Tochter eines früheren CSU-Politikers, von Gerold Tandler. Laut FAZ bestritt Hohlmeier energisch, eine Provision für die Vermittlung erhalten zu haben.
Jetzt kommt ans Tageslicht: Eine Provision floss an Andrea Tandler. Allerdings womöglich nicht nur für Masken, sondern auch für Geschäfte mit Schutzkleidung. An wenigstens drei Landesregierungen und an die Bundesregierung wurden Waren im Umfang von wenigstes 650 Millionen Euro verkauft berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Ein Teil des Geldes floss vom Steuerzahler über die Lieferfirma Emix in die Taschen von Frau Tandler: Zwischen 34 und 51 Millionen Euro. Provision ? – Frau Tandler schweigt bisher. Und der Lieferant hüllt sich gleichfalls in Schweigen. Nur eines ist sicher: Die Chefs haben sich für zum Teil völlig überteuerte Ware erst mal einen Ferrari und einen Bentley geleistet. Man gönnt sich ja sonst nichts im Merkel-Lockdown.


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