Diese Entwicklung wird seit langem vorhergesagt: An deutschen Schulen sprechen immer weniger Kinder Deutsch. Und die, die Deutsch sprechen, sprechen es immer schlechter. Die SPD will endlich Abhilfe schaffen. Dabei diskutiert sie eine Kita-Pflicht für Kinder im Alter von 4 Jahren. Der Verband Tempelhof-Schöneberg hat sich laut BZ schon dafür ausgesprochen.
Zur Begründung verweisen die Sozialdemokraten auf die teilweise erheblichen Sprachdefizite bei Kindern, die keine Kita besuchen. "Jedes sechste Kita-Kind hat Sprachdefizite", erklärte die Abgeordnete Melanie Kühnemann-Grunow: "Bei Kindern, die keine Kita besuchten, sind sogar mehr als 50 Prozent förderwürdig.“ Ein hübscher Euphemismus, dieses "förderwürdig". Es besteht Förderbedarf und zwar dringend, trifft es besser.
Denn die Realitäten sehen womöglich noch schlimmer aus. Zu einem Sprachtest wurden 2924 Einladungen verschickt. 1259 Tests fanden dann tatsächlich überhaupt statt. Anschließend ergingen 966 Bescheide zur verpflichtenden Sprachförderung – von denen 613 ignoriert worden sind. Fraglos, ein veritables Desaster.
Aber auch die anderen Zahlen haben es in sich, dokumentieren sie doch eine fatale Entwicklung. 2018 hatten von 31 412 Kindern der Jahrgänge 2012/13 nur 25 975 keine Probleme. Welche das waren, ist den Behörden durchaus bekannt: 82,7 Prozent der Kinder mit deutscher Herkunft hatten keine Probleme, aber 28,5 Prozent der Kinder nicht-deutscher Herkunft. Damit ist klar, wo das Problem liegt.
Aber die Sozialdemokraten machen sich noch immer was vor. "Die Sprachmängel der Kita-Kinder sind seit zehn Jahren gleich groß", sagt ein Neuköllner Abgeordneter. Damit liegt er so gut wie sicher falsch. Denn es wird immer schlimmer. Die Sprachmängel nehmen mittlerweile babylonische Ausmaße an. Und sie treten vorwiegend bei Kindern von Migranten auf.
Da klingt eine Kita-Pflicht schnittig. Statt die Familien zu zwingen, auf eigene Kosten endlich die deutsche Sprache zu lernen, greifen die Sozialdemokraten lieber in die Mottenkiste totalitärer Systeme: Sie entziehen die Kinder den Eltern so früh wie möglich. Dabei beweisen die in den Kitas ebenfalls schlechten Werte hinsichtlich Sprachfähigkeit, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt. Denn Sprache wird ganz zuerst zu Hause gelernt.
Es bleibt also durchaus die Frage, ob es der SPD wirklich darum geht, dass die Kinder endlich Deutsch sprechen lernen. Denn eines ist ebenfalls klar: Eine Partei, die mit Hilfe von Gendersternchen und ähnlichem Unsinn das Deutsche verschandelt, ist ein schlechter Vertreter eines besseren Deutsch. Sie wird keinen Migranten von der Notwendigkeit, Deutsch zu lernen, überzeugen. Von einer Liebe zur deutschen Sprache wollen wir gar nicht erst reden. Sowas klingt ja schon fast rechtspopulistisch.


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