In Berlin Neukölln zogen gestern gegen 17.30 Uhr etwa 150 Moslems über den Platz und riefen, wie die BZ schreibt, »in Dauerschleife« ›Allahu Akbar‹. Dazu brüllten sie Hass-Parolen gegen Frankreichs Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der erster westeuropäischer Staatschef dem militanten Islam den Kampf angesagt hat.
Die Demonstranten hielten zudem Plakate hoch und protestierten gegen das Zeigen von Mohammed-Karikaturen. Nach 30 Minuten war das Ganze vorbei.
Nach Angaben der Berliner Polizei verlief die islamische Demonstration in Neukölln »störungsfrei«. Festgenommen wurde niemand. Eine Stellungnahme aus dem Rot-Rot-Grünen Berlin Senat ist bis zur Stunde nicht bekannt.
Der Zeitpunkt der Demonstration war offenbar bewußt gewählt. Etwa zur gleichen Zeit, also gegen 17.30 Uhr, wurde am Pariser Platz vor der französischen Botschaft der Opfer der gestrigen islamischen Terror-Angriffen auf Nizza und Avignon gedacht.
150 Menschen legten Kränze nieder und zündeten Kerzen an. Unter ihnen die SPD-Vorsitzende Saskia Esken, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), FDP-Chef Christian Lindner, CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. Sie folgten einem Aufruf des FDP-Innenpolitikers Konstantin Kuhle »um die Opfer des islamistischen Terrors in Paris, Dresden und Nizza zu betrauern«.
Auch Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, beide Die Grünen, weilten unter den Gästen. Ihre Partei ist in der Vergangenheit durch eine große Nähe zu diversen islamischen Terrorgruppen wie Hamas und Hisbollah immer wieder in die Kritik geraten.


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