Unterstützer der Initiative ›Seebrücke‹ haben am Sonntag versucht, vor dem Brandenburger Tor eine Versammlung durchzuführen. Da Versammlungen in Berlin aktuell verboten sind und die Gruppe über keine Ausnahmegenehmigung verfügte, löste die Polizei das Treffen auf.
Die Polizei forderte die Demonstranten per Lautsprecher auf, den Platz zu verlassen. Dann folgten Gespräche mit den Teilnehmern, die der ersten Bitte nicht folgten, schrieb die Polizei über Twitter. »Gegen Personen, die sich weigerten zu gehen, wurden Anzeigen geschrieben«, hieß es weiter von Seiten der der Polizei.
Die der Hilfsindustrie zugeordnete Initiative ›Seebrücke‹ hatte Ende vergangener Woche zu der Demonstration aufgerufen. Dabei hatten sie sich eine neue Taktik überlegt, die den Vorgaben des Senats für das Social Distancing entsprechen sollen: »Wir spazieren einzeln im Minutentakt an diesen Orten vorbei und hinterlassen dabei farbige Fußabdrücke oder leere Schuhe.«
Die Initiative fordert eine »Evakuierung der griechischen Lager«. Dort waren in den letzten Tagen mehrere Corona-Fälle aufgetreten. Die Migranten sollen, wenn es nach den Vorstellungen von ›Seebrücke‹ geht, nach Deutschland gebracht werden.


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