Deutsche Außenministerin ringt mit ihrer Bedeutungslosigkeit

Baerbock in Moskau_ Annalena belllt und keiner hört hin

Außenministerin Annalena Baerbock traf in Moskau mit ihrem russischen Amtskollegen zusammen und bleibt sich treu. – Ein Kommentar

Eigentlich will die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock, Die Grünen, feministische Außenpolitik machen. Und falls sie noch ein paar LGBT Ortsgruppen gründen könnte, wäre sie glücklich. Dumm nur, dass feministische Außenpolitik und LGBT Ortsgruppen kein anderes Außenministerium interessiert – schon gar nicht das Russische. Und ganz sicher nicht jetzt, denn es dreht sich alles um den massiven militärischen Aufmarsch russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine.

Also musste Frau Baerbock zu dem wesentlichen Thema Stellung beziehen: Einem drohenden Krieg zwischen der Ukraine und Russland. »Die Zeit wird knapp«, erklärte Baerbock, »um Verhandlungen noch zu retten.« Offenbar hat sie noch immer nicht verstanden, dass es nicht darum geht, Verhandlungen zu retten, sondern die Unabhängigkeit der Ukraine. Dafür aber braucht es allerdings letztendlich die Bereitschaft, für seine Interessen einzustehen.

Mit einem »dicken Hefter« voller zu besprechender Themen nach Moskau zu fahren, und dort gegenüber dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu betonen, dass Deutschland »sehr an stabilen Beziehungen« interessiert ist, reicht jedenfalls nicht. Denn Russland handelt nach einem einfachen Schema: Es droht mit Gewalt und setzt seine Interessen durch, wenn die Gegenseite nicht ebenfalls zum Einsatz von Gewalt bereit ist. Das machen alle Großmächte so, Frau Baerbock.

Wenn dann die Außenministerin eines Landes, das ausdrücklich keine Waffen an die Ukraine liefern will, in Moskau vor die Kamera tritt und von »großen, teils fundamentalen Meinungsverschiedenheiten« spricht und schließlich betont: »Wir haben keine andere Wahl, als unsere gemeinsamen Regeln zu verteidigen, auch wenn dies einen hohen wirtschaftlichen Preis hat« – dann wissen Lawrow und sein Chef Wladimir Putin: Baerbock bellt nur und wird nicht beißen.

Durch ihr Auftreten in Moskau beweist Annalena Baerbock einmal mehr, dass sie auf ihrem Posten völlig überfordert ist. Sie hat nicht einmal einen Ansatz von Verständnis dafür, was wirkliche Machtpolitik bedeutet. Allenfalls darin geübt, mit einer Medienmehrheit im Rücken wehrlose politische Minderheiten in Deutschland zu unterdrücken, scheitert sie gnadenlos angesichts des russischen Bären. Denn eines ist klar: Sollte Russland die Ukraine angreifen, hat Deutschland nichts, aber auch gar nichts in der Hand, um militärisch zu antworten.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock passt also ins Bild des Hundes, der bellt aber nicht beißt. Mit dem Unterschied, dass sie schon angekündigt hat, nicht zu beißen. Es ist wie immer bei Baerbock: Große Klappe und nichts dahinter. Eine Hochstaplerin eben.

Sven von Storch

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