Er ist wieder da:

Anton Hofreiter verteidigt Forderung nach deutlich höheren Benzinpreisen

In einer hitzigen Bundestagsdebatte verteidigte der grüne Fraktionschef Anton Hofreiter die Politik der strikten Preiserhöhungen seiner Partei.

Seit Wochen war nur noch Annalena Baerbock zu sehen. Alle anderen mussten in den Hintergrund treten vor dem Sternchen in den grünen Träumen von einer Kanzlerinnenschaft. Selbst Claudia Roth kam nicht aus ihrem Schatten heraus. Und auch Anton Hofreiter schien unter die Schweinehirten gegangen zu sein.

Doch ist er wieder da. Und wie!

»Klimaschutz muss man machen«, betonte Hofreiter: »mit konkreten Gesetzen und Vorschlägen«. Doch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz klopfe Sprüche und das in der Bild-Zeitung. Mit seinem Kollegen, Verkehrsminister Andreas Scheuer, CSU, argumentiere er über den Benzinpreis in einer Weise, die »Ressentiments schürt«. SPD und Union stellten den Wahlkampf über das Wohl des Landes. Das sei »unverantwortlich«.

Zugleich gab Hofreiter die sozialistische Marschrichtung vor. Zwar gestand er ein, dass die Sorgen um Arbeitsplätze, eingeschränkter Mobilität und weiter steigenden Mieten berechtigt seien, wenn seine Partei erst einmal an der Regierung ist. Aber die Grünen wollten mit einem geplanten Energiegeld »vor allem Menschen mit geringeren Einkommen entlasten«. »Wir kümmern uns um den sozialen Ausgleich«, erklärte Hofreiter. Mit anderen Worten: Wer was hat, soll ruhig bluten.

Sven von Storch

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