Kanzlerkandidatin der Grünen änderte Ausbildungsdaten:

Annalena Baerbock_ Selbst Correctiv bestätigt Änderungen am Lebenslauf

Zunächst war es nur ein Verdacht. Jetzt bestätigt sich: Die Manipulationen am Lebenslauf von Annalena Baerbock sind Fakt.

 

Die Faktenchecker von Correctiv bestätigen, was das Internet schon seit zwei Wochen vermutet und über Annalena Baerbock berichtet: Es gab »Änderungen an Formulierungen auf ihrer Webseite«. Ja, ihr Lebenslauf wurde, so die Einrichtung, der Ziel es ist, »aufzuklären, wie gezielte Falschmeldungen erkannt und eingedämmt werden«, »mehrfach angepasst«.

Konkret heißt es: »In einer Version von April 2021 steht dort ›Politikwissenschaft, öffentliches Recht‹, in einer Version vom Mai 2021 war dort lediglich ›Politische Wissenschaft‹ zu lesen. Aktuell heißt es dort, konkreter: ›Politische Wissenschaft (Vordiplom), Nebenfach: Öffentliches Recht‹.«

Diese Änderungen betrafen laut Correctiv nicht nur den Lebenslauf der Annalena Baerbock, sondern auch andere Teile ihrer persönlichen Website. 2011 bezeichnete sie ihr Studium als ›Politikstudium‹, 2014 als ›Politik- und Jurastudium‹. Und immer wieder schrieb sie »sie habe in Hamburg auch Öffentliches Recht studiert.«

»Auf der Webseite der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung«, heißt es weiter bei Correctiv, »war bis zu einer Korrektur zu lesen, Baerbock habe ihr Studium an der Universität Hamburg mit einem Bachelor abgeschlossen.« Correctiv korrigiert: »Tatsächlich handelte es sich um ein Vordiplom.«

Etwas abweichend von den tatsächlichen Angaben, behauptet Correctiv, es sei 2004 für Deutsche Studenten möglich gewesen, »lediglich mit einem Vordiplom« an der Londoner School of Economics zugelassen zu werden. Das ist zumindest ungenau, denn es wurden wenigstens zwei weitere Semester Studium gefordert.

Merke: Wenn man, wie Correctiv, den Rückzug antritt und versucht zu retten, was zu retten ist, dann sollte man natürlich versuchen, vom eigentlichen Thema abzulenken, indem man belanglose falsche Behauptungen in den Vordergrund schiebt und als wichtig darstellt. Aber man sollte es geschickt angehen und dem Gegner nicht die Möglichkeit geben, die eigenen Eingeständnisse für einen weiteren Erfolg zu verwerten.

Mit anderen Worten: Was irgendwo bei facebook auf einem unbedeutenden Posting behauptet wird spielt keine Rolle, solange die Hauptfigur – in diesem Fall Hadmut Danisch – es niemals schrieb. Und zu keinem Zeitpunkt stand dort, Baerbock hätte ihr Studium gekauft oder sie hätte überhaupt keinen Abschluss. Dort stand immer: Baerbock hat ihren Lebenslauf mehrmals geändert und dass sie zu unrecht als Bachelor tituliert worden ist. – Also genau das, was Correctiv jetzt bestätigt.

 

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.