Vor vier Wochen war Annalena Baerbock ein aufgehender Stern am Himmel der strukturellen Mehrheit links von der CDU, eine Kanzlerkandidatin der Herzen und der Aktivisten, eine Frau, die sich was traut.
Laufend veränderte Lebensläufe, eine Master in zwei Semestern, Nebeneinkünfte, die sie zu spät anmeldet – die Liste wird lang und länger, ihr Gesicht wird bang und bänger. Denn mittlerweile hat sich auch der Wind bei den Medien gedreht. Er pfeift ihr nun ins Gesicht.
Sicher ist mittlerweile, dass die Vorsitzende der Grünen von den Grünen Weihnachtsgelder erhielt. Alles in allem an die 25.000 Euro. Keine geringe Summe, die die grüne Frontfrau einstreicht, derweil ihre Partei mit immer neuen Abgaben dafür sorgt, dass Mieter bald ihre Miete und Autofahrer bald ihren Sprit nicht mehr bezahlen können.
Aber nun kommt es noch schlimmer: Sie hat selber dafür gestimmt, das Weihnachtsgeld zu erhalten. Es ist also nicht zu viel gesagt zu sagen, sie habe in die eigene Tasche gewirtschaftet. In einer GEZ-Talkshow darauf angesprochen, stammelt sich Baerbock etwas zusammen:
»Ja, weil wir – anders als andere Parteien, das handhaben die Parteien sehr unterschiedlich – Parteivorsitzenden, die auch im Bundestag sind, so wie ich, kein Gehalt zahlen. Wir zahlen auch nichts dafür, wenn Vorträge gehalten werden oder nehmen keine Einnahmen von Dritten ein.« Alle erhielten Weihnachtsgeld. Alle erhalten einen Corona-Bonus.
»Ich habe mich natürlich selbst über meinen Fehler tierisch geärgert«, behauptet die Kanzlerkandidatin nun und man glaubt es ihr: Sie hat sich sicher geärgert, dass es andere vor ihr merkten.
Bemerkenswert: Der Unternehmer und ehemalige CDU-Politiker Frank Thelen hatte vorgeschlagen, den Corona-Bonus an die Hilfsorganisation ›Ein Herz für Kinder‹ zu spenden; er würde die gleiche Summe obenauf legen. Aber darauf ging Baerbock in der Sendung nicht einmal ein. Womöglich fällt ihr und ihrer Partei dieser Geiz noch einmal auf die Füße.
Aber vielleicht ist das viele Geld dann ja ein Trost.


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